Vier Fragen an zwei Firmen zur der Corona-Krise

Fotos: Wingcopter/Arne Schumacher

Die Branchen sind unterschiedlich stark von den Corona-Auswirkungen betroffen. Die Firmen Wingcopter aus Darmstadt und Ourewäller Kuchestubb aus Mörlenbach stehen Rede und Antwort.

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. Fragen an die Firmen: 1. Welche Auswirkungen durch die Corona-Krise stellen Sie bislang fest?

2. Inwiefern gibt es Probleme mit Zulieferungen von Rohstoffen, Teilen etc.?

3. Welche Veränderungen gibt es beim Vertrieb?

4. Wie steht es um die Finanzierung - gibt es genug Unterstützung?

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Wingcopter GmbH aus Darmstadt

1. Durch die Arbeit im Homeoffice nutzen wir konsequent digitale Formen der Zusammenarbeit und können so unseren regulären Betrieb fast vollständig aufrechterhalten. Wir versuchen, mit unserem Team die positiven Aspekte in den Vordergrund zu stellen wie das Kochen zu Hause, den Sport in der Mittagspause, die bequemen Hausschuhe im Meeting oder den undefinedkurzen Wegundefined zur Arbeit.

2. Aufgrund der eingeschränkten Kapazitäten in der Luftfracht kommt es bei unseren Zulieferern zu Verzögerungen, die aber nicht wesentlich sind.

3. Wir vertreiben unsere Wingcopter-Drohnen auch für die Lieferung von medizinischen Gütern. Hier stoßen wir auf großes Interesse für die Umsetzung kontaktloser Lieferprozesse, insbesondere für Tests oder Laborproben im Zusammenhang mit Covid-19. Wir arbeiten daran, dass wir unseren Teil zur Lösung der Krise beitragen können.

4. Unsere Finanzierung ist durch große Kundenaufträge und Investitionen gesichert, und wir planen weitere Mitarbeiter einzustellen, um die Massenproduktion unserer unbemannten Luftfahrzeuge zu realisieren. Für dynamisch wachsende Start-ups wie Wingcopter bietet Hessen noch nicht die richtigen Fördermöglichkeiten, um ein vergleichbares Angebot wie Bayern zu schaffen.

Ourewäller Kuchestubb aus Mörlenbach

1. Die Coronakrise hat auch uns getroffen. Bestellungen von Hochzeitstorten wurden storniert. Die Tagestouristen der Alla-Hopp-Anlage und der Draisinenbahn bei uns in Mörlenbach sind weggebrochen. Unseren Café-Bereich mussten wir schließen.

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2. Probleme mit Lieferanten und Rohstoffen haben wir bis jetzt noch nicht.

3. Da unsere Verkaufsstelle doch etwas abseits liegt, treffen uns die sinkenden Kundenzahlen doch sehr, besonders die Schließung des Senioren- und Pflegeheimes in unserer Nähe. Die Bewohner und Besucher haben immer für Betrieb gesorgt. Der fällt jetzt weg - auch die Straße ist leer. Nur unsere Bembelpralinen können wir über unseren Online-Shop verkaufen.

4. Wir haben die Soforthilfe beantragt, da die Kosten weiter laufen und unser geringer Umsatz so nicht reicht. Ich hoffe, dass der Spuk bald vorbei ist und wir auch unseren Café-Bereich wieder öffnen können.