Das Unternehmen hat am Freitag seine Zahlungsunfähigkeit bekannt gegeben. Es kämpft schon länger mit Problemen. Jetzt bleibt die Hoffnung auf rasche Staatshilfe.

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DARMSTADT/KÖLN. (red). Die Coronakrise hat die ohnehin angeschlagene Restaurantkette Vapiano in die Insolvenz getrieben. „Aufgrund des drastischen Umsatz- und Einnahmenrückgangs ist zum heutigen Tag der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit für die Vapiano SE eingetreten“, teilte das Unternehmen am Freitag in Köln mit. Zugleich richtete das Unternehmen einen „dringenden Appell an die Bundesregierung zur schnellen Umsetzung der wirtschaftlichen Hilfen in der Covid-19-Krise“. Damit hofft der Vorstand, den innerhalb einer Frist von drei Wochen gebotenen Insolvenzantrag doch noch abwenden zu können.

Bereits im vergangenen Jahr bereiteten die tiefroten Zahlen den Wella-Erben Gisa und Hans-Joachim Sander Sorgen. Sie halten 15,5 Prozent an dem Unternehmen. Nun verzeichne die Vapiano SE wegen der aktuellen Covid-19-Krise weitere drastische Umsatzeinbußen und erwarte einen weiteren Rückgang des Ergebnisses, schrieb Finanzvorstand Lutz Scharpe in der Pflichtmitteilung für die Börsen. „Zwischenzeitlich mussten aufgrund der Einschränkungen durch Covid-19 nahezu alle weltweit mehr als 230 Restaurants schließen.“ In Deutschland seien seit Donnerstagabend bundesweit alle 55 durch den Vapiano-Konzern betriebenen Restaurants auf unbestimmte Zeit geschlossen. Während fast keine Umsätze mehr generiert würden, fielen Gehälter, Mieten und Betriebskosten weiter an.