Neue Empfangshalle ist das Kernstück

aus BDH-Klinik Braunfels gGmbH

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Zusammen mit Architektin Ute Kramm erklärte Geschäftsführer Dietmar Demel vor Ort die Einzelheiten des Bauvorhabens. Im Hintergrund das Gebäude der Haustechnik, das dem Neubau weicht.   Foto: Volkmar

Im Bereich der Neurologischen Klinik Braunfels haben die Arbeiten für zwei große Bauvorhaben begonnen: ein zentrales Empfangsgebäude und ein fünfstöckiger...

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Braunfels. Im Bereich der Neurologischen Klinik Braunfels haben die Arbeiten für zwei groß;e Bauvorhaben begonnen: ein zentrales Empfangsgebäude und ein fünfstöckiger medizinisch-technischer Verwaltungstrakt. Kosten: 7,2 Millionen Euro.

Die Finanzierung stellen der BDH-Bundesvorstand und die Klinik aus Eigenmitteln sicher. Ziel: die medizinische Behandlungsqualität und die Arbeitsbedingungen der über 400 Mitarbeiter in der 200-Betten-Klinik weiter zu verbessern. "Nachdem wir in den vergangenen Jahren unser Haus für über vier Millionen Euro mit moderner Medizintechnik ausgestattet und alle Patientenzimmer kernsaniert und klimatisiert haben, werden wir jetzt in die Optimierung der Infrastruktur investieren", erklärte BDH-Geschäftsführer Dietmar Demel.

Die BDH-Klinik in Braunfels stellt als Kombination von Akutkrankenhaus und Rehaklinik eine Besonderheit dar. Sie zählt in Hessen zu den modernsten und qualifiziertesten Fachkliniken.

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Pro Jahr werden in der "Neurologischen" über 4000 Patienten stationär behandelt, darunter etwa 500 Menschen mit einem akuten Schlaganfall. "Wir haben auf die steigenden Fallzahlen reagiert und unsere Akutstation ausgebaut", erklärt der Ärztliche Direktor, Professor Klaus-Dieter Böhm, der für die geplanten Baumaß;nahmen dankbar ist.

Mit der Konzentration vieler medizintechnischer Bereiche und Therapieräume entfallen für die Medizin und Pflege viele oft weite und unnötige Wege.

Die stellvertretende Ärztliche Direktorin Ingrid Sünkeler verweist vor allem auf die Patienten nach Schlaganfall und mit schwersten Schädel-Hirn-Verletzungen, sie müssten schrittweise therapiert und auf ein Leben auß;erhalb der Klinik vorbereitet werden. "Dabei ist jede Verbesserung der Infrastruktur eine groß;e Hilfe."

Das neue zentrale Foyer hat auf 250 Quadratmetern Grundfläche auch Platz für Caféteria und Kiosk

Zusammen mit der leitenden Architektin Ute Kramm vom Gieß;ener Architekten- büro "Aplus", das auch die abgelaufene Sanierung betreute, erklärte der Geschäftsführer vor Ort die Pläne. Danach hat das Bauvorhaben drei Abschnitte.

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Seit Anfang Juli laufen die Vorarbeiten. Dazu gehört die Errichtung eines unterirdischen Versorgungskanals, in dem künftig alle haus- und medizinischen Leitungen verlaufen werden, die die beiden Gebäudekomplexe rechts und links der Hubertusstraß;e verbinden. Auß;erdem entsteht zwischen Alt- und Neubau ein unterirdischer Versorgungstunnel.

Kernstück des ersten Bauabschnittes ab Anfang Oktober ist die Errichtung einer zentralen Empfangshalle. Auf 250 Quadratmetern Grundfläche wird neben dem zentralen Empfang eine moderne Caféteria mit Kiosk Platz haben. Das eingeschossige Gebäude wird sich vom jetzigen Haupteingang bis an die Hubertusstraß;e erstrecken und durch groß;e Glaselemente ein Blickfang sein.

Anstelle des bisherigen Gebäudes der Haustechnik, das abgebrochen wird, entsteht entlang der Hubertusstraß;e auf rund 3700 Quadratmetern ein fünfgeschossiger Funktionsbau. Das Untergeschoss beinhaltet neben der haustechnischen Versorgung dezentrale Lagerbereiche und die Bettenaufbereitung.

Zentrales Element der Eingangshalle im Erdgeschoss bildet der neue Empfangs-und Wartebereich. Hier sind auch die zentrale Patientenaufnahme und die Patientenverwaltung geplant.

Das erste Obergeschoss wird neben den neuen Laboreinrichtungen Therapiebereiche und Büroräume für das medizinische Personal aufnehmen. Die Büros des informationstechnischen Bereichs sowie das moderne Rechenzentrum finden im zweiten Obergeschoss Platz.

Die Nutzung des Dachgeschosses ist derzeit noch nicht ausgeplant.

"Mit dem Bauvorhaben wird die Klinik, die bereits seit Langem aus allen Nähten platzt, viele räumliche, aber auch technische Probleme nachhaltig und auf hohem Niveau lösen können", betont Geschäftsführer Demel nicht ohne Stolz.