Timo Glock fährt in Monza zu seinem ersten GT3-Sieg

Timo Glock fährt im neuen BMW M4 zusammen mit Jens Klingmann zum Sieg beim Saisonauftakt der italienischen GT-Meisterschaft. Foto: Instagram BMW

Lange ersehntes Erfolgserlebnis für den ehemaligen Formel-1- und DTM-Piloten, der mit Jens Klingmann nun die italienischen GT-Meisterschaft anführt - trotz Unfall beim Wechsel.

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MONZA. Es hat zwar nicht ganz für die anvisierten zwei Siege gereicht, aber Timo Glock stand bei seinem Debüt in der italienischen GT-Meisterschaft immerhin einmal ganz oben auf dem Podium. "Ich habe mich vom ersten Meter an im BMW M4 GT3 extrem wohl gefühlt. Das Fahrzeug passt sehr gut zu meinem Fahrstil. Im Vergleich zu meinen Rennen im M6 in der DTM war das ein riesiger Schritt in die richtige Richtung", sagte der 40 Jahre alte Wersauer erleichtert nach "einem Jahr 2021, das auf und abseits der Piste nicht einfach war", wie er mit Blick auf das erfolglose DTM-Jahr auf Instagram schrieb: "Ich habe selten zuvor vor lauter Freude am Rennfahren so viel unter dem Helm gelacht wie hier in Monza. Eine besondere Herausforderung war für mich das Samstagsrennen, da ich zum allerersten Mal mit dem Auto im Regen gefahren bin. Aber Jens Klingmann hatte davor einen super Job gemacht, und ich habe mich von Runde zu Runde wohler gefühlt", lobte Glock auch seinen Kollegen, mit dem er sich zur Hälfte jedes Rennens im Cockpit abwechselt.

Im zweiten Rennen fuhr das Duo auf Platz zwei und führt damit deutlich die Meisterschaft an vor Alberto di Folco im Lamborghini. Der Italiener musste beide Rennen alleine bestreiten. Denn im ersten Rennen wurde sein Partner Stuart Middleton in der Boxengasse beim Fahrerwechsel von Jens Klingmann angefahren, woran der BMW-Pilot schuldlos war. Der Brite verletzte sich dabei und konnte nicht ans Steuer. Sein Partner fuhr entsprechend weiter an der Spitze, ehe er von Glock überholt wurde, der auf nasser Piste schließlich mit 13 Sekunden Vorsprung ins Ziel fuhr. Im zweiten Rennen verteidigte Glock nach dem Start von der Pole-Position die Führung bis zum Fahrerwechsel, danach wurde Klingmann von di Folco überholt und fuhr mit 1,14 Sekunden Rückstand ins Ziel.

Das nächste der acht Rennwochenenden folgt am 14./15. Mai in Pergusa.