Timo Glock bei DTM-Comeback aus dem Rennen gerammt

Nach dem frühen Ausfall im ersten Rennen fährt BMW-Pilot im zweiten Rennen auf Platz elf. Patzer beim Boxenstopp kostet Top-Ten-Platzierung.

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IMOLA. "Ein völliger Volldepp vor dem Herrn! Nachdem Grenier mir 13-mal ins Heck gefahren ist, ist alles am Arsch!" Das sind die emotionalen Ausbrüche, für die viele Motorsportfans Timo Glock einfach lieben. Er selbst hätte bei seinem Kurzcomeback in der DTM gerne darauf verzichtet. Denn besagter und ihm vorher unbekannter Mikael Grenier fuhr dem gebürtigen Wersauer so hartnäckig ins Heck seines BMW, dass das Rennen für ihn vorbei war - in Runde eins.

Am Sonntag konnte der frühere Formel-1-Pilot immerhin über die volle Distanz zeigen, dass er in einer der bedeutendsten Tourenwagenserien noch konkurrenzfähig ist. Glock steuerte seinen BMW M4 auf Platz elf und verpasste die Punkteränge nur durch einen Patzer seines italienischen Ceccato-Teams. Ein verpatzter Boxenstopp kostete knapp zehn Sekunden. "Sehr schade, ansonsten wäre sicher Platz sieben oder acht drin gewesen", erklärte Glock nach einem insgesamt chaotischen Rennen, in dem zehn der 28 Autos ausfielen.

Chaotisch war auch der Auftakt des ersten Rennens am Samstag, bei dem ihm Mercedes-Pilot Grenier schon in der Aufwärmrunde im Heck saß und ihn direkt nach dem Start schließlich rammte. "Kurz und schmerzlos war's, da gibt's nichts zu lachen", erklärte Glock dann mit etwas abgekühltem Gemüt auf Instagram und schilderte den verhängnisvollen Verlauf so: "Nach dem Start hatte ich versucht, mich rauszuhalten, bis mir Mikael Grenier gefühlt 15-mal ins Auto gefahren ist, ich habe irgendwann aufgehört zu zählen. Dann ist mir die Felge gebrochen, als ich langsam zurückfahren wollte, ist mir auch noch Esteban Muth ins Auto gefahren. Der hat mich im Getümmel nicht gesehen. Dann war das Auto hinten dahin."

Immerhin konnte das Auto rechtzeitig für Sonntag wieder rennfit gemacht werden und Glock sein Können zeigen. "Vielleicht sehen wir uns ja irgendwann wieder in der DTM", verabschiedete sich Glock aus Imola. Erst einmal geht es für ihn aber weiter in der italienischen GT-Serie, wo das nächste Rennwochenende Mitte Juli in Mugello ansteht.