Faustball: Der TSV Pfungstadt hat etwas gutzumachen

Die Faustballer wollen beim Champions Cup diesmal ins Finale kommen. Doch die Konkurrenz ist stark und der Modus zum Unwillen der Südhessen ein eingewohnter.

Anzeige

PFUNGSTADT. Da haben sie noch etwas gutzumachen. Im vergangenen Jahr verpassten die Faustballer des TSV Pfungstadt beim europäischen Champions Cup auf dem Feld erstmals nach zehn Jahren das Endspiel und mussten mit Platz drei vorliebnehmen. Diesmal will der Rekordmeister aus Pfungstadt aber unbedingt wieder ins Finale einziehen und seiner üppigen Titelsammlung möglichst einen weiteren hinzufügen.

Doch warten auf die Südhessen an diesem Freitag im schweizerischen Widnau in ihrer Vorrundengruppe mit den Union Tigers Vöcklabruck, dem Vorjahressieger aus Österreich, und mit dem gastgebenden Team von Widnau „gleich zwei Favoriten“, wie TSV-Trainer Dieter Thomas sagt. Dazu kommt noch die FG Elgg-Ettenhausen aus dem Kanton Zürich.

Für das Erreichen der Halbfinalpartien, die am Samstag ab 10 Uhr auf dem Programm stehen, ehe um 14.30 Uhr das Spiel um Platz drei und um 16 Uhr das Finale folgen, müssen die Pfungstädter mindestens Zweiter werden in ihrer Gruppe. „Das ist alles offen“, sieht der TSV-Coach einem spannenden Turnier entgegen.

Dabei darf sich seine Mannschaft keine großen Schwächen erlauben, denn ungewohnterweise wird in der Vorrunde nur auf zwei Gewinnsätze gespielt. Ein geänderter Modus, der bei den Pfungstädter Männern auf Missfallen stößt, wie Kapitän Patrick Thomas moniert: „Das finden wir nicht gut.“

Anzeige

Dieter Thomas: „Aber die anderen holen auf“

Außerdem hätte er sich mit seinem Team die Rückkehr zu einem kleineren Teilnehmerfeld wie in Vor-Coronazeiten gewünscht, als vier Mannschaften ohne Vorrunde gleich in die Halbfinals eingestiegen waren. Doch entschied sich der Verband, weiter mit acht Teams zu spielen, sodass den TSV-Faustballern nun wie im Vorjahr maximal insgesamt fünf Begegnungen ins Haus stehen könnten.

Dabei müssen die Pfungstädter auf Ex-Nationalspieler Ajith Fernando (Urlaub) verzichten, der nach seiner monatelangen Pause wegen eines Achillessehnenrisses allerdings auch noch nicht hundertprozentig fit ist. Trainer Dieter Thomas, selbst eine Ewigkeit im Nationalteam aktiv und mit 135 Länderspieleinsätzen noch immer deutscher Rekordnationalspieler, traut seiner Mannschaft den Titelgewinn trotzdem auf jeden Fall zu. „Aber die anderen holen auf. Der Abstand zur Konkurrenz wird kleiner.“

Von Gabi Wesp-Lange