Die neuen Regeln überfordern noch

Im Test zur neuen Zweitliga-Saison unterlag der WV Darmstadt (im Bild Torwart Nikolas Hohmann) dem WSV Ludwigshafen mit 16:19. Foto: Thomas Zöller

Beim WVD-Tag präsentieren sich Darmstadts Wasserballer und üben für die neue Saison: 16:19 gegen Ludwigshafen.

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DARMSTADT. (red/bac). Gute Stimmung herrschte beim zweiten WVD-Tag, bei dem sich fast alle Teams des Wasserball-Vereins Darmstadt für die neue Saison vorstellen konnten. Im Blickpunkt stand dabei das Freundschaftsspiel der ersten Männermannschaft gegen den WSV Ludwigshafen, das zwar für die Gastgeber mit 16:19 verloren ging, aber ansprechenden Wasserball auf Zweitliganiveau bot. Also auf der Ebene, auf der sich die Darmstädter, die am Samstag im Trainingsbad auch viele ihrer Jugendteams als Teil der erfolgreichen Aufbauarbeit präsentierten, trotz der erfolglosen vergangenen Saison erneut probieren wollen. Rückzüge zweier Teams ermöglichen eine weitere Chance als Zweitligist.

Unter der Leitung des einzigen hessischen Erstligaschiedsrichters Daniel Waas ging es dabei auch um das Erlernen der neuen Regeln, die ab sofort gelten. Die neuen Regeln machen das Spiel schneller und attraktiver und sie sollen mit härteren Strafen auch Verletzungen vorbeugen. Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie mit der neuen Regelauslegung, die international schon bei der WM im Sommer eingeführt wurde, noch ziemlich überfordert waren. Somit rückte auch das Spiel vor rund 100 Zuschauern zeitweilig in den Hintergrund. Immer wieder gab es ungläubige Blicke. Was gestern noch erlaubt war, wird nun mit Strafen belegt.

„Ludwigshafen war ein toller Gegner. Festzuhalten ist, dass Darmstadt schwimmerisch mithalten konnte, der Gegner aber ausgebuffter agierte“, kommentierte WVD-Trainer Thomas Gebhardt den Vergleich. Die neuen Regeln kommen einer schwimmerisch starken Mannschaft wie dem WVD entgegen. Gebhardt warnt aber mit Blick auf die neue Saison vor allzu großen Hoffnungen. Während der WVD zwei Abgänge aus der Stammformation verkraften muss, haben alle anderen Mannschaften zum Teil durch Zusammenlegungen mehrerer Vereine nochmals aufgerüstet. Das junge Darmstädter Team wird weiter dazulernen müssen. Zweitligastart ist am 9. November beim SC Fulda.