Wilt Chamberlain - Am Brett der Unübertroffene

aus Zeit-Lupe

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Seinen Gegenspielern in fast allem überlegen: Wilt Chamberlain im Meisterjahr 1967 im Trikot der Philadelphia 76ers. Archivfoto: imago

Der Basketball-Star der 1960er, „Wilt the Stilt“ Chamberlain, holt am 24. November 1960 55 Rebounds im Spiel seiner Philadelphia Warriors gegen die Boston Celtics. 1967...

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. Philadelphia. NBA-Basketball, das heißt Spitzengehälter, große Showbühne, da tummeln sich Michael Jordan, Shaq O’Neal, LeBron James, Kobe Bryant oder Dirk Nowitzki in den Bestenlisten. Da dominiert Wilton Norman Chamberlain die Tableaus. Wer? „Wilt the Stilt“, wie Kenner den Ausnahmespieler nennen, der in der First Class des amerikanischen Basketballs in den 1960er Jahren mehr als 70 Rekorde aufgestellt hat.

Beweglichkeit, Schnelligkeit, Kraft, Treffsicherheit – in seiner Zeit war der 2,16 Meter große Chamberlain seinen Gegnern ist fast allen Belangen überlegen. Auch deshalb gelang ihm 1962 das bislang von anderen unerreichte Kunststück, ganz allein in einem Spiel 100 Punkte zu erzielen. Neben Jordan ist der Offensivspieler der einzige NBA-Star, bei dem in seiner gesamten aktiven Zeit im Schnitt pro Spiel mehr als 30 Punkte zu Buche standen.

Rekorde, Rekorde, Rekorde

Seine eigentlichen Vorzüge bewies der Pennsylvanier, der in seiner 24-jährigen Karriere unter anderem für die Philadelphia Warriors, die 76ers und die Los Angeles Lakers auf Korbjagd ging, aber am Brett. 55 Rebounds gelangen „Wilt“ am 24. November 1960 gegen die Boston Celtics. Eine Bestmarke, die genauso noch immer Bestand hat wie sein „Hunderter“. Mit 23924 Rebounds in der Liga-Serie und weiteren 3913 Rebounds in den Playoffs führt er die „All-Time“-Bestenliste sogar an.

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1960 ging der damals 24-Jährige als Neuling gleich als wertvollster Spieler zum Saisonabschlussball. 1967 versüßte sich der überragende Spieler diese persönliche Ehrung mit seiner ersten NBA-Meisterschaft. An der Seite von Hal Greer, Chet Walker und Billy Cunningham war Chamberlain zum Teamplayer gereift. Als der Trainer sagte, er soll nicht immer so viel werfen, schraubte sich der Überflieger an die Spitze des Assists-Rankings der Saison – und half seinen 76ers entscheidend.

Nach 1205 NBA-Spielen beendete Chamberlain seine Basketball-Karriere. Um Jahre später noch einen Rekord für sich zu vereinnahmen: „Ich hatte mit 20000 Frauen Sex“, behauptete er in seiner Biografie. Dennoch starb der Starspieler 1999 an den Folgen eines Herzinfarkts.