Nach Pleite gegen Außenseiter: Italien verpasst WM

Bauchlandung: Domenico Berardi (r.) aus Italien zieht gegen Enis Bardhi aus Nordmazedonien den Kürzeren. Foto: dpa/AP/Antonio Calanni

Italien ist in den Playoffs zur WM in Katar ausgeschieden. In Palermo verlor das Team überraschend gegen Nordmazedonien. Auch Österreich verpasst das Turnier.

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PALERMO. Fußball-Europameister Italien hat sensationell die WM-Teilnahme verpasst, und auch für Stefan Kuntz ist mit der Türkei der Traum von Katar geplatzt. Italien verlor am Donnerstag im Playoff-Halbfinale in Palermo überraschend gegen den krassen Außenseiter Nordmazedonien mit 0:1 (0:0) und muss wie 2018 bei der Endrunde zusehen. Für Nordmazedonien geht es nun im Playoff-Finale am Dienstag gegen Cristiano Ronaldos Portugiesen, die gegen die von Kuntz trainierte Türkei mit 3:1 (2:0) gewannen. Die Auswahl Österreichs hat ihre erste WM-Endrunden-Teilnahme seit 1998 dagegen verpasst. Das Team um Kapitän David Alaba verlor gegen Wales in Cardiff mit 1:2 (0:1). Die Waliser müssen aber noch bis Juni auf ihren Gegner warten, da die Ukraine erst dann ihr Halbfinale gegen Schottland bestreiten soll.

Aleksandar Trajkovski (90. Minute+2) zerstörte mit seinem Tor in der Nachspielzeit alle Hoffnungen der Italiener auf das WM-Ticket. Damit verpasst der viermalige Weltmeister zum zweiten Mal in Serie die Endrunde. Der Auftritt der Squadra Azzurra war alles andere als titelreif. Der Europameister war zwar überlegen, aber vor dem Tor zu einfallslos. Das sollte sich rächen. Die Nordmazedonier hatten schon in der Gruppenphase der deutschen Mannschaft eine überraschende Heimniederlage zugefügt.

Die erste Niederlage im sechsten Spiel als türkischer Coach war für Kuntz auch gleichbedeutend mit dem WM-Aus - und besonders bitter. Denn Burak Yilmaz vergab fünf Minuten vor Schluss mit einem verschossenen Foulelfmeter den möglichen Ausgleich für das Team des früheren deutschen U21-Erfolgstrainers.

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Bis zur Pause hatte es noch nach einer klaren Sache ausgesehen. Auch wenn Superstar Ronaldo in seinem 185. Länderspiel nicht glänzen konnte, brachten Otavio (15.) und Liverpool-Stürmer Diogo Jota (42.) den Europameister von 2016 vor 48 010 Zuschauern einen Schritt näher Richtung Katar. Yilmaz ließ die Türken dann mit seinem Anschlusstor wieder hoffen (65.). Schließlich machte Matheus Nunes alles klar (90.+4).

In Wales war mal wieder auf Gareth Bale Verlass. Der Teilzeitarbeiter aus Madrid brachte sein Team erst durch ein traumhaftes Freistoßtor in Führung (25.), dann legte er mit einem Drehschuss nach (51.). Wieder einmal brillierte der 100-Millionen-Mann für sein Heimatland, während er bei Real in dieser Saison bislang nur zu fünf Pflichtspiel-Einsätzen gekommen war. Österreich kam nur noch zum Anschlusstor. Ein Schuss des Bayern-Profis Marcel Sabitzer wurde von Ben Davies unhaltbar abgefälscht (64.). Bitter für die Gäste, dass der Hoffenheimer Christoph Baumgartner in der Anfangsphase nur die Latte getroffen hatte (5.).

Von dpa