„Hampden in the Sun“ dank Billy McPhail

aus Zeit-Lupe

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Billy Simpson (Mitte) trifft gegen Celtic – sein Tor kann die Rangers-Schmach gegen den Rivalen allerdings nicht abwenden.Archivfoto: imago

Celtic Glasgow fügt dem Rivalen Glasgow Rangers am 19. Oktober 1957 eine deftige 7:1-Schmach zu. Der agile Stürmer Billy McPhail trifft drei Mal. Der Hampden Park tobt an...

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. Von Björn-Christian Schüßler

Als Billy McPhail seinem Klubkameraden Willie Fernie den Ball in die Hand drückte, war dem Angreifer von Celtic Glasgow wohl kaum bewusst, dass er mit einem verwandelten Elfmeter in der Schlussminute des Old Firm hätte persönliche Geschichte schreiben können. Vier Tore im Derby gegen die Glasgow Rangers waren nämlich noch keinem Fußballer gelungen. Immerhin: Fernie verwandelte, Celtic feierte den Gewinn des schottischen Ligapokals.

Das „Hampden in the Sun“ – benannt nach der Spielstätte des Stadtderbys an diesem sonnigen Nachmittag des 19. Oktober 1957 – mit dem überragenden 7:1 wird noch immer von Zeitzeugen, aber auch eingefleischten Grün-Weißen tradiert, die größte Schmach von den „Bluenoses“ auch 60 Jahre danach noch verleugnet.

Sprichwörtlich wie die Feuerwehr hatte Celtic losgelegt, die Rangers im eigenen Sechzehner eingeschnürt, doch zweimal rettete der Pfosten, ehe Sammy Wilson in der 22. Minute den Torreigen begann. Neil Mochan nach einem Sololauf und McPhail erhöhten für die überlegenen Kicker in den gestreiften Trikots, die sich beim 4:2 im Halbfinale gegen den FC Clyde noch deutlich schwerer getan hatten.

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Bei den Rangers keimte nur kurz nach dem Anschlusstreffer von Billy Simpson Hoffnung auf. Doch unbeeindruckt legten Mochan und der überragende Dreifachtorschütze McPhail einfach weiter den Turbo Richtung Rangers-Gehäuse ein und schraubten den Zwischenstand auf 6:1. Doch erst Fernie machte mit seinem Elfmetertor aus dem Old Firm im Hampden Park ein Rekordspiel. Sieben Tore für ein Team hatte es zuvor und danach nie für eines der Teams gegeben.