Daviscup: Deutsche gegen USA im siebten Anlauf siegreich

aus Zeit-Lupe

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Boris Becker schlägt auf, Andreas Maurer erwartet den Return - auch wenn das Doppel gegen die USA knapp verlor, feierten am Ende die deutschen den Einzug ins Halbfinale. Archivfoto: imago

Boris Becker holt am 4. August 1985 gegen US-Talent Aaron Krickstein den entscheidenden Punkt für den ersten Erfolg gegen die USA im Daviscup. Erst gegen Schweden wird das...

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. "Ich bin nur ein Mitglied des Teams. Fragen Sie auch mal die anderen", sagte Boris Becker bei der Auslosung des Daviscup-Viertelfinals Anfang August 1985. Gegner sind die USA. Auch wenn der 17-jährige Leimener gerade erst überraschend sein Wohnzimmer Wimbledon für sich entdeckt hat, gelten Eliot Teltscher, Jahrhunderttalent Aaron Krickstein und Weltklasse-Doppel Ken Flach/Robert Seguso als Topfavoriten. Schließlich hatten die deutschen Tenniscracks in sechs Versuchen seit 1937 kein einziges Duell gegen die Erfindernation des Kampfs um die "hässlichste Salatschüssel der Welt" gewonnen. Und dann auch noch auf Sand, würden Becker-Fans heute sagen.

Und doch trugen sich Teenager Becker, Altmeister Andreas Maurer und der überraschend für die Einzel nominierte Hansjörg Schwaier in die Annalen ein - erster Sieg gegen ein US-Team im Daviscup. Becker avanciert in seinem ersten Jahr zum Glücksgriff, spielt variantenreiches Tennis, treibt auf dem Platz die Nummer 12 der Welt, Teltscher, zur Weißglut, peitscht am Spielfeldrand gemeinsam mit knapp 11.000 Zuschauern Schwaier zum Sensation-Fünfsatz-Sieg gegen Krickstein und fährt überlegen und nervenstark beim Stand von 2:2 im letzten Match den entscheidenden dritten Punkt ein. Auch wenn das Doppel mit Maurer in einem hochklassigen Duell nach fünf Sätzen knapp verloren geht - 1985 war Beckers Jahr. Nur die Krönung blieb verwehrt - im Finale war Schweden ein Quäntchen besser.