America's Cup: US-Kommandant düpiert 1851 die britische...

aus Zeit-Lupe

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Das Gemälde von Fitz Henry Lane aus dem Jahr 1851 zeigt die siegreiche Yacht America. Foto: gemeinfrei

Die Prachtschau der britischen Schiffsflotte wird 1851 zur Schmach, als der "Gast" aus den USA die Regatta um den 100-Guinea-Cup überraschend gewinnt. Seitdem heißt die...

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. Der America’s Cup ist die berühmteste Segelregatta der Welt. Doch eigentlich hätte der Wettbewerb, den Großbritannien 1851 aus der Taufe hob, ganz anders heißen sollen. Anlässlich der ersten Weltausstellung in London kam die britische Marine auf die Idee, vor der Isle of Wight, gegenüber der Stadt Southampton gelegen, die Pracht der eigenen Seefahrt zur Schau zu stellen. Bewundern sollte sie beim Rennen um den „100-Guinea-Cup“, den Königin Victoria gestiftet hatte, eine US-amerikanische Crew. Der New York Yacht Club (NYYC) nahm die Herausforderung an und ließ einen Schoner mit Namen „America“ bauen. Mit diesem etwa 30 Meter langen Zweimaster passierte die Neue Welt am 22. August 1851 um 20.37 Uhr die Ziellinie – rund 20 Minuten vor dem ersten der 14 britischen Boote.

Der Sieger Kommandant John Cox Stevens aus den USA, dem von der Queen eigentlich nur eine Statistenrolle zugedacht war, überlegte nach dem Erfolg, den Silberpokal einzuschmelden und Medaillen für seine Crew zu fertigen. Schließlich stiftete er ihn aber dem NYYC mit der Auflage, regelmäßig einen „freundschaftlichen Länderwettkampf“ zu organisieren. Dieser wurde nach dem ersten Siegerschiff America’s Cup genannt.

Seit 165 Jahren können Segler anderer Nationen den amtierenden Titelträger herausfordern. Die USA verteidigten den Pokal zunächst 132 Jahre lang, ehe 1983 erstmals die Crew der „Australia II“ den Cup nach Down Under holte.