Norweger Iden gewinnt Ironman-WM - Kienle Sechster

Gustav Iden

Norweger Iden gewinnt Ironman-WM - Kienle Sechster

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Kailua-Kona (dpa) - . Gustav Iden hat die Ironman-Weltmeisterschaft gewonnen und die deutsche Titelserie auf Hawaii auch noch mit Streckenrekord beendet.

Der 26 Jahre alte Norweger setzte sich am Samstag (Ortszeit) nach 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und 42,2 Kilometern Laufen in inoffiziell 7:40:24  Stunden vor dem französischen Überraschungszweiten Sam Laidlow aus Frankreich und Kristian Blummenfelt durch.

Idens Landsmann und Trainingspartner Blummenfelt hatte im vergangenen Jahr Olympisches Gold in Tokio geholt, den ITU-Titel gewonnen sowie in diesem Jahr die Nachhol-Ironman-WM von 2021 in St. George gewonnen. Er war als großer Favorit auf Gold ins Rennen gegangen.

Sebastian Kienle bester Deutscher

Bester Deutscher bei Temperaturen von deutlich über 30 Grad wurde im schnellsten Rennen der bisherigen Ironman-Geschichte Sebastian Kienle. Der mittlerweile 38-Jährige hatte 2014 mit seinem WM-Triumph die Serie deutscher Sieg bis einschließlich 2019 eingeleitet. Diesmal schaffte es Kienle zum ersten Mal in unter acht Stunden (7:55:40) nach einem schwachen Schwimmen mit Rang 46 am Ende auf den sechsten Platz in einem hochkarätig besetzten Feld, in dem nur der dreimalige Champion Jan Frodeno fehlte. Der Sieger von 2015, 2016 und 2019 hatte wegen einer Hüftverletzung seinen Start absagen müssen, verfolgte die diesmal zweigeteilte WM mit den Profi-Frauen am Donnerstag aber vor Ort in Kailua-Kona. Patrick Lange, Weltmeister von 2017 und 2018 wurde nach einer Zeitstrafe auf dem Rad Zehnter.

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Für den neuen Champion Iden ist es der größte Erfolg seiner Karriere beim ersten zweiten Ironman seiner Karriere. MIt der norwegischen Fahne in der Hand genoss er die letzten Meter auf dem schwarz-roten Teppich. Mit seiner Zeit unterbot er den bis dato gültigen Streckenrekord von Frodeno von 2019 (7:51:13) deutlich. Iden ist auch zweimaliger Titelträger über die halbe Distanz.

Die Ironman-WM kehrte nach den Ausfällen 2020 und 2021 durch die Corona-Pandemie wieder nach Hawaii zurück.