RRK muss um den Klassenverbleib fürchten

Gestolpert: Der Rüsselsheimer RK (links Finley Schwarz) verliert nach der Pleite in Limburg auch das Heimspiel gegen Neuling Stuttgarter Kickers (Joss Philipp Brandenstein). Foto: Vollformat/André Dziemballa  Foto: Vollformat/André Dziemballa

Am ersten Doppelspieltag der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga Süd kassierte der Rüsselsheimer RK gleich zwei deftige Niederlagen und muss nach dem 1:6 beim Limburger HC sowie...

Anzeige

LIMBURG/RÜSSELSHEIM. Am ersten Doppelspieltag der Zweiten Hallenhockey-Bundesliga Süd kassierte der Rüsselsheimer RK gleich zwei deftige Niederlagen und muss nach dem 1:6 beim Limburger HC sowie dem 4:10-Heimdebakel gegen Titelfavorit Stuttgarter Kickers ernsthaft um den Klassenverbleib fürchten.

Limburger HC – RRK 6:1 (3:0). Auf eine Wiederholung des letztjährigen 4:3-Sieges konnte der Ruderklub ohnehin nur hoffen. Doch dass der RRK diesmal beim hesssischen Dauerrivalen komplett chancenlos bleiben würde, hatte im Vorfeld der Partie niemand gedacht. Letztlich waren weniger die sechs Gegentreffer, sondern die erschreckende Ladehemmung vor dem gegnerischen Tor spielentscheidend. Erst in Minute 45 gelang dem reaktivierten Routinier Frank Trautmann der einzige (Ecken)-Treffer.

Dies sicherlich auch deswegen, weil Niklas Isselhard, der vor acht Tagen noch fünf Treffer gegen den Dürkheimer HC erzielte, krankheitsbedingt passen musste. Dessen Mitspieler brachten den Ball aus dem Feld heraus einfach nicht im gegnerischen „Kasten“ unter. Insbesondere in der ersten Halbzeit bekamen die Gäste in der Offensive kaum etwas auf die Reihe und vergaben die wenigen Möglichkeiten eher kläglich. Entsprechend konnte Limburg quasi nach Belieben agieren und nach der frühen 3:0-Führung (22.) sogar das Tempo etwas drosseln.

Nach dem Seitenwechsel passierte nicht mehr wirklich viel. Der LHC, für den Torjäger Maximilian Müller insgesamt dreimal traf, erzielte weitere drei Treffer und gewann laut Trainer Eckehard Schmidt-Opper, der auch die in seinen Augen „starke Leistung“ der Referees hervorhob, absolut verdient.

Anzeige

Tore, LHC: Müller (3), Peters (2), Schmitt; RRK: Trautmann; Zuschauer: 200; Schiedsrichter: Lindemann/Scharwächter (Essen/Wuppertal); Ecken: 5/3:2/1.

RRK – Stuttgarter Kickers 4:10 (1:4). Gegenüber dem Vortag hatte Trainer Elliott rotiert: Mirco Fuchs, Jan-Erik Dudel und Paul Günster kamen neu in die Mannschaft, Isselhard saß jedoch erneut nur auf der Tribüne. Zwar wirkte der RRK engagierter als noch in Limburg, ohne allerdings die bislang makellose Bilanz des starken Neulings in Gefahr bringen zu können. Bis kurz vor dem Kabinengang blieben die Gastgeber, für die Nils Büttner den 1:1-Ausgleich markierte (10.), beim 1:2 in Reichweite, kassierten dann aber in letzter Minute noch zwei Gegentore. Der Anschluss zum 2:4 (32.) durch Nicholas Bachtadse („Wir konnten phasenweise auf Augenhöhe mitspielen, doch Stuttgart agierte technisch stark und taktisch sehr geschickt. Die stehen nicht zu Unrecht ganz oben und werden sicherlich in die erste Bundesliga aufsteigen!“) ließ nur kurz hoffen, denn die Gäste zogen anschließend rasch auf 7:2 davon.

Zwar kämpfte sich Rüsselsheim in seiner stärksten Phase durch Mirco Fuchs (39.) sowie Alexander Hupf (46.) nochmals auf 4:7 heran – die Maßnahme Torwart Kleinpaul für einen sechsten Feldspieler herauszunehmen, fruchtete indes nicht. Die Schwaben erzielten noch drei weitere Treffer zum verdienten Auswärtssieg.

Tore, RRK: Büttner, Bachtadse, Fuchs, Hupf; Kickers: Ziemssen (3), Meier Petermann (je 2), Brandenstein (7m), Pätzmann, M. Keller; Zuschauer: 100; Schiedsrichter: Lippke/Müller (Marktbreit/Frankfurt); Ecken: 2/0:7/3.

Rüsselsheimer RK: Helfrich, Kleinpaul; Klee, Büttner, J. Hof, Hupf, Bachtadse, Hajri, Schwarz, Trautmann, Broft (beide Samstag), Fuchs, Dudel, Günster (alle Sonntag).