Hahls Zielvorgabe wird übererfüllt

So schnell kann sich die Laune heben. Nach 30 Minuten schritt Norman Hahl, Trainer des Rüsselsheimer RK, alles andere als gut gelaunt in die Kabine, was über den nicht...

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RÜSSELSHEIM. So schnell kann sich die Laune heben. Nach 30 Minuten schritt Norman Hahl, Trainer des Rüsselsheimer RK, alles andere als gut gelaunt in die Kabine, was über den nicht angekündigten Regen hinaus vor allem mit der abfallenden Leistungskurve seines Damenteams und dem Zwischenstand am Sommerdamm zu tun hatte. 2:2 stand es im zweiten Heimspiel dieser Saison in der Zweiten Hockey-Bundesliga Süd, und der nach acht Minuten 0:2 ins Hintertreffen geratene Feudenheimer HC war spürbar ins Rollen gekommen. Als weitere 30 Minuten später der Abpfiff ertönte, hatten Hahl und rund 80 RRK-Fans längst wieder gut lachen: 7:2 endete die Partie, womit Hahls Zielvorgabe in Form eines deutlichen Erfolgs übererfüllt worden war.

„Ich habe den Mädels in der Halbzeitpause gesagt, dass wir enger bei den Leuten sein müssen. Das war phasenweise einfach zu lasch und zu drucklos. Nach der Pause haben wir dann eine gute Antwort gegeben und sind unserer Favoritenstellung dann doch noch gerecht geworden“, bilanzierte ein zufriedener Hahl. Der 29-Jährige war vor allem von Celina Hocks, Petra Ankenbrand und Stella Tegtmeier angetan, die in der Offensive „ordentlich Wind gemacht“ hätten. Die 18 Jahre alte Tegtmeier glänzte mehrfach als Vorbereiterin und leitete auch den schönsten Treffer des Vorabends eins: Auf der rechten Außenbahn hatte sie sich den Ball erlaufen und von der Grundlinie mustergültig auf Ankenbrand zurückgelegt, die ihren dritten von insgesamt vier Treffern anbrachte (48.). „Stella war ganz stark heute“, lobte Hahl.

Dass es auf dem angestrebten Weg zurück in Liga eins noch einiges zu verbessern gibt im Spiel des Tabellenzweiten, hatte das zweite Viertel offenbart. „Die waren gefühlt dreimal bei uns im Kreis und machen zwei Tore“, monierte Hahl. Beim ersten Gegentor stimmte nach einer Rechtsflanke die Absprache in der Abwehr nicht, beim zweiten legte Torhüterin Franka Wolf unglücklich für eine einschussbreite Gegenspielerin auf. „Da müssen wir einfach alle wachsamer sein“, so Hahl.

RRK: Wolf – Skoczek, Hof, Heist, Wilfer, Sommer, Becker, Bentscheck, Heinz, Hocks, Steiner, Tegtmeier, P. Ankenbrand, Buchholz, Ruhland, Yamaguchi.

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Tore: 1:0 (4.), 2:0 (8.) beide Hocks, 2:1 Blech (13.), 2:2 Schmid (23.), 3:2 P. Ankenbrand (32.), 4:2 Yamaguchi (44.), 5:2 (46.), 6:2 (48.), 7:2 (49.) alle P. Ankenbrand; Zuschauer: 80; Schiedsrichter: Giannouli/Horn (Frankfurt); Strafecken: 1:0.

Von Martin Krieger