HSG Wetzlar hat noch Luft nach oben

Wenigstens einer ist bereits in guter Form: Wetzlars Torwart Anadin Suljakovic überzeugt beim Heide-Cup mit starken Paraden. Die drei Niederlagen der Matschke-Sieben beim Vorbereitungsturnier in Schneverdingen kann aber auch der 24-Jährige nicht verhindern. Foto: Ben Volkmann

Beim Heide-Cup Schneverdingen hat der Handball-Bundesligist keines seiner drei Spiele gewinnen können. Ein Lichtblick beim Vorbereitungsturnier war aber die Leistung eines...

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WETZLAR. Mit drei Niederlagen im Gepäck ist die HSG Wetzlar vom stark besetzten Heide-Cup in Schneverdingen zurückgekehrt. Der heimische Handball-Bundesligist kassierte zunächst ein unglückliches 30:31 gegen den dänischen Meister GOG Handbold, um Tags darauf deutlich mit 22:29 gegen den HSV Hamburg zu unterliegen. Zum Abschluss folgte noch ein 29:33 im Spiel um den fünften Platz gegen die Kadetten Schaffhausen.

Gegen die Dänen ergab sich dabei eine spannende Schlussphase. Rückehrer Vladan Lipovina verkürzte kurz vor Schluss auf 29:30. Und erneut Lipovina glich sogar aus, ehe Tollbringden Sieg der Dänen sicherte.

"Wir machen zu Beginn der zweiten Halbzeit zu viele technische Fehler und das hat GOG eiskalt bestraft. Wir sind zwar nochmal zurückgekommen, aber die Tore fehlen uns dann am Schluss", so Lenny Rubin nach der Partie.

Wetzlar: Klimpke (n.e.), Suljakovic (1) - Nyfjäll (3), Lipovina (8), Schmidt (2), Nikolic, Becher, Weissgerber (2), Schelker (2), Fredriksen (3), Wagner (5), Mellegard (4), Cepic (1), Novak (2).

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Tags darauf folgte dann das Bundesliga-Duell gegen den HSV. Die Hamburger hatten ihr erstes Spiel des Heide-Cups gegen Saint-Raphaël Var aus Frankreich mit 33:32 gewonnen. Das Tempo der Auftaktpartie fehlte in diesem Spiel, erst nach drei Minuten fiel das erste Tor durch den Hamburger Linksaußen Gregor Lieke, nach fünf Minuten glich HSG-Neuzugang Hendrik Wagner aus. Mitte des ersten Durchgangs kam dann Till Klimpke nach seiner Knieverletzung zum Comeback im HSG-Tor. Bei beiden Teams fehlten Ideen in der Offensive die Kreativität und Abschlussstärke, sodass es mit einem 11:10 für Hamburg in die Kabinen ging.

Hektik und viele technische Fehler gegen den HSV

Die Wetzlarer konnten in der 33. Minute durch Jonas Schelker erstmals wieder in Führung gehen, aber danach häuften sich wieder technische Fehler und die Mittelhessen agierten zu überhastet, sodass Trainer Ben Matschke nicht zufrieden sein konnte. HSG-Keeper Anadin Suljakovic rettete seine Vordermänner mit mehreren Paraden vor einem höheren Rückstand. Bei den Mittelhessen lief Mitte der zweiten Halbzeit wenig zusammen, sodass die Hansestädter auf 19:13 davonzogen und schließlich mit 29:22 gewannen.

Wetzlar: Klimpke, Suljakovic; Nyfjäll (4), Lipovina (4), Schmidt (1), Nikolic (1), Becher (1), Weissgerber (3), Schelker (3), Fredriksen, Wagner (2), Mellegard (1), Cepic (2), Novak

So traf die HSG Wetzlar im Spiel um Platz fünf auf die Kadetten Schaffhausen. Für Erik Schmidt und Jonas Schmidt war es ein Wiedersehen, denn erst in diesem Sommer wechselten sie vom amtierenden Schweizer Meister an die Lahn. Trainer Matschke testete unterschiedliche Deckungssysteme und Formationen und konnte Mitte des ersten Durchgangs erstmals Lenny Rubin beim Heide-Cup in der Defensive einsetzen. Die Mittelhessen kamen wie in den Spielen zuvor nicht gut aus der Kabine, sodass die Kadetten in der 50. Minute auf 26:23 davonzogen.

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Wetzlar: Klimpke, Suljakovic; Nyfjäll (3), Lipovina (6), Schmidt (1), Nikolic (1), Becher, Weissgerber (6), Schelker (2/1), Fredriksen, Wagner (4), Mellegard (1), Cepic (4), Rubin, Novak (1).