Zwei Nackenschläge kurz vor Schluss für den SV Darmstadt 98

aus SV Darmstadt 98

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Bedröppelte Darmstädter Gesichter: Wilson Kamavuaku, Slobodan Medojevic, Marcel Heller (von links) und alle anderen SV-98-Profis sind nach zwei späten Bielefelder Gegentreffern zum 1:2-Endstand restlos bedient. Foto: Jan Hübner

Der SV Darmstadt schien den Sieg schon sicher zu haben, da drehte Arminia Bielefeld die Zweitliga-Partie in letzter Minute und gewann mit 2:1 - und setzte auch der...

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DARMSTADT. Der SV Darmstadt 98 hat nach zuletzt zwei sieglosen Spielen wieder nicht gewonnen: Am Dienstagabend verloren die Lilien gegen Arminia Bielefeld 1:2 (0:0). Aytac Sulu erzielte das Tor für die Lilien (66.), Roberto Massimo glich in der 90. Minute aus. Und Florian Hartherz stürzte die Lilien-Fans in der Nachspielzeit in ein Tal der Tränen - 1:2.

SV Darmstadt 98 - DSC Arminia
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"Wenn man bis zur 90. Minute führt und verliert, ist das ärgerlich und bitter. Wir haben uns gegenüber dem 1:4 in Dresden aber deutlich gesteigert", bilanzierte ein enttäuschter Dirk Schuster. Der Lilien-Trainer hatte seine Mannschaft auf zwei Positionen verändert. Nach dem 1:4 in Dresden am Samstag fehlten Immanuel Höhn (verletzt), für den Tim Rieder auf der Rechtsverteidigerposition sein Startelf-Debüt gab. Das gleiche galt für Johannes Wurtz, der Marvin Mehlem auf der Zehnerposition ersetzte. Mehlem nahm zunächst auf der Bank Platz.

Die Statistik sprach vor der Partie eine deutliche Sprache: Darmstadt hatte saisonübergreifend in den letzten neun Heimspielen nicht verloren, Bielefeld war in den letzten neun Auswärtsspielen nicht mehr als Sieger vom Platz gegangen. Allerdings hatte das 1:4 in Dresden dann doch an den Darmstädtern genagt: Vier Gegentore in einem Spiel gab es nicht, seit Schuster wieder Trainer in Darmstadt ist. Das galt es wiedergutzumachen.

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Die 14 210 Fans am Böllenfalltor verzichteten zunächst auf aktiven Support, was im Stadion für eine merkwürdige Stimmung sorgte. Aus Protest gegen Anstoßzeiten wie 18.30 Uhr hatten sich die Fans deutschlandweit darauf verständigt, an diesem Spieltag 20 Minuten lang weitgehend zu schweigen. "Zurück zu den Wurzeln: Fußball, Samstag, Stadion" stand etwa auf einem Banner im Bielefelder Block zu lesen.

Die erste Torannäherung verzeichneten derweil die Lilien: Joevin Jones scheiterte an Arminia-Keeper Stefan Ortega (9.). Marcel Hellers Hereingabe nach einem feinen Vorstoß landete ebenfalls bei Ortega (14.). Die beste Gelegenheit hatten dann allerdings die Gäste: Ein Schuss von Jonathan Clauss aus 20 Metern Torentfernung senkte sich gefährlich und landete auf der Latte (28.). Und als Lilien-Torwart Daniel Heuer Fernandes gegen Joan Simun Edmundsson rettete (33.), kippte die Partie vollends. Julian Börner hatte kurz darauf ebenfalls die Führung für die Gäste auf dem Fuß, er schoss aus aussichtsreicher Position übers Tor (39.). Die Lilien hatten völlig den Faden verloren und retteten sich in die Pause, nach vorne ging gar nichts mehr.

Unverändert kamen die Mannschaften aus der Kabine - und es änderte sich wenig. Anderson Lucoqui tanzte nach 49 Minuten die ganze rechte Darmstäder Abwehrseite aus, seinen Pass konnte Edmundsson aber nicht verwerten. Das war schon fahrlässig, was die Darmstädter da veranstalteten. Trainer Schuster reagierte und nahm Jones vom Platz - für ihn kam Sandro Sirigu (64.). Und es wurde prompt besser: Einen weiten Freistoß von Tobias Kempe lenkte Kapitän Aytac Sulu genial per Kopf ins Tor (66.) - die Führung für die Gastgeber. Eine Chance, ein Tor: Das nennt man hundertprozentige Chancenverwertung. "In der zweiten Halbzeit haben wir kämpferisch und auch fußballerisch einen Zacken zugelegt", sah Schuster auch Positives, "Ich mache meiner Mannschaft keinen Vorwurf, ich bin mit der Leistung absolut einverstanden. Umso ärgerlicher ist es, dass wir das Spiel noch hergeben."

Denn in den Schlussminuten ging alles schief: Da erzielte Roberto Massimo zunächst das 1:1 und Florian Hartherz gar noch das 1:2. Besonders in Rage brachte Schuster, dass vor dem 1:1 ein Foul an Serdar Dursun nicht geahndet worden war. "Keine Ahnung, warum er da nicht gepfiffen hat. Er wird schon seine Gründe für seine Auslegung gehabt haben", monierte Schuster die Entscheidung von Schiedsrichter Pascal Müller (Löchgau), der seine Zweitliga-Premiere erlebte. DSC-Kollege Jeff Sabiene nickte da zustimmend. "Wir alle ärgern uns, aber das bringt ja jetzt nichts", meinte Schuster. "Wir müssen jetzt nach vorne schauen und mit voller Kraft in Kiel bis zur 90. oder auch bis zur 93. Minute die Partie bestreiten, um dort etwas Zählbares mitzunehmen."

Bielefelds Trainer Sabiene sprach derweil von einem "Sieg, der zu 100 Prozent verdient war. Die Mannschaft hat Moral bewiesen, ich bin stolz auf die Truppe." Konnte er auch - nach dem ersten Auswärtssieg nach zuvor neun sieglosen Partien in der Fremde.