Tiefschlag für Lilien kurz vor dem Schlusspfiff

aus SV Darmstadt 98

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Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Phillip Tietz. Foto: Eduard Martin

Darmstadt 98 verliert beim 1. FC Heidenheim durch einen Kopfballtreffer sechs Minuten vor dem Ende. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Phillip Tietz bringt nichts Zählbares.

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HEIDENHEIM. Der SV Darmstadt 98 hat am Freitagabend unglücklich verloren: Beim 1. FC Heidenheim waren die Lilien nach schwacher erster Halbzeit im zweiten Durchgang die bessere Mannschaft, doch kurz vor Schluss kassierten sie das 1:2. Was eine Parallele zum jüngsten Auswärtsspiel bei Hansa Rostock war: Auch da hatten die Lilien kurz vor dem Ende das 1:2 kassiert.

Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht musste einmal notgedrungen wechseln: Für Fabian Schnellhardt, der nach seiner Roten Karte gegen Dynamo Dresden vor einer Woche für zwei Spiele gesperrt wurde, beorderte er Nemanja Celic in die Startformation. Er spielte folglich neben Klaus Gjasula auf der Sechser-Position, der Trainer hatte also die etwas defensivere Variante gewählt. Ansonsten vertraute der 48-Jährige jener Mannschaft, die gegen Dresden trotz langer Unterzahl 1:0 gewonnen hatte. Auf der Bank saß zudem Aaron Seydel, der nach langer Verletzungspause wieder dabei war im Kader.

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SV Darmstadt verliert in Heidenheim.  Foto: Eduard Martin
SV Darmstadt verliert in Heidenheim. (© Eduard Martin)

Die Lilien legten mächtig los: Tobias Kempe hatte bereits nach 130 Sekunden die Führung auf dem Fuß – Heidenheims Torwart Kevin Müller parierte zur Ecke. Nach zwölf Minuten hieß es dann Strafstoß für Heidenheim: Lasse Sobiech brachte Tim Kleindienst zu Fall, Schiedsrichter Florian Heft (Neuenkirchen) zeigte auf den Punkt. Nach zweiminütiger Prüfung des Videoschiedsrichters, ob das Foul im oder außerhalb des Strafraums geschehen war, blieb es bei der Entscheidung. Der Gefoulte trat selbst an – und schoss an den rechten Außenpfosten (14.). Doch die Gastgeber näherten sich immer mehr an: Patrick Mainkas Kopfball wurde von Jan Schöppner angenommen, dann aber neben das Tor gedroschen (18.).

SV Darmstadt verliert in Heidenheim.  Foto: Eduard Martin
SV Darmstadt verliert in Heidenheim. (© Eduard Martin)
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Müller parierte in höchster Not

Dann aber hatten die Lilien-Fans den Torjubel schon auf den Lippen: Nemanja Celic passte von links exakt auf Luca Pfeiffer – doch Müller parierte in höchster Not (26.). Der SV 98 hatte sich geschüttelt, war wieder da. Patric Pfeiffers Kopfball nach einer Ecke landete am Rücken von Mitspieler Luca Pfeiffer, auch da war mehr drin (31.).

SV Darmstadt verliert in Heidenheim.  Foto: Eduard Martin
SV Darmstadt verliert in Heidenheim. (© Eduard Martin)

Keine Verschnaufpausen

Es ging hin und her, große Verschnaufpausen gab es nicht. Heidenheims Christian Kühlwetter traf aus kurzer Distanz das Außennetz (38.), und dann gab es erneut Elfmeter. Diesmal hatte Matthias Bader Kühlwetter gefoult, diesmal trat Tobias Mohr an. Und diesmal zappelte der Ball rechts unten im Netz – 1:0 (40.). Heidenheim hätte gar mit einem 2:0 in die Kabine gehen müssen, doch Kleindienst vergab in der Nachspielzeit eine Hundertprozentige. Dann hieß es erst mal Durchschnaufen.

Lieberknecht brachte nach der Pause Thomas Isherwood für Sobiech. Doch das Spiel bestimmten weiterhin die Gastgeber. Kühlwetters Schuss aus 16 Metern Entfernung landete am rechten Pfosten – da machten es die Lilien dem Gegner wieder einmal viel zu einfach (49.). Und doch jubelten plötzlich die Darmstädter: Luca Pfeiffer sicherte sich einen fatalen Mainka-Fehlpass, legte quer auf Phillip Tietz, der hatte keine Mühe – 1:1 (52.). Das Spiel war ein bisschen auf den Kopf gestellt – doch das war denn Lilien natürlich komplett egal.

SV Darmstadt verliert in Heidenheim.  Foto: Eduard Martin
SV Darmstadt verliert in Heidenheim. (© Eduard Martin)

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Zumal sie nach dem 1:1 dann doch endlich die Kontrolle über die Partie gewannen, Heidenheim gelang nur noch sehr wenig. Luca Pfeiffer verpasste eine Flanke von Mathias Honsak knapp (69.). Doch auch Heidenheim meldete sich wieder zu Wort. Florian Picks Schuss aus spitzem Winkel flog aber übers Tor (80.). Und dann klingelte es doch noch einmal im Lilien-Kasten: Stefan Schimmer netzte unbedrängt per Kopf zum 2:1 ein (84.). Was irgendwie nicht verdient war – aber danach fragt im Fußball ja niemand.