Dursun-Viererpack: Darmstadt 98 besiegt den 1. FC Heidenheim

aus SV Darmstadt 98

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Mann des Spiels: Lilien-Stürmer Serdar Dursun erzielte gegen den 1. FC Heidenheim einen lupenreinen Hattrick. Foto: Florian Ulrich

Ein glänzend aufgelegter Serdar Dursun hat den Lilien quasi im Alleingang zum Heimsieg gegen Heidenheim verholfen - und ist ganz nebenbei auf dem Weg zur Torjägerkanone.

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DARMSTADT. Der SV Darmstadt 98 siegt und siegt - und er hört einfach nicht auf damit. Auch am Sonntag holte der Fußball-Zweitligist völlig verdient drei Punkte: Gegen den 1. FC Heidenheim gewannen die Lilien klar und deutlich mit 5:1 (2:1). Viermal traf Serdar Dursun, einmal Nicolai Rapp.

Sportlich ging es um nichts mehr, dennoch verzichtete Lilien-Trainer Markus Anfang auf personelle Experimente. Für den Ex-Heidenheimer Tim Skarke, der mit muskulären Problemen passen musste, kehrte Christian Clemens in die Startelf zurück, der eine starke Partie zeigte. Ansonsten begannen jene Spieler, die zuletzt 2:1 bei Hannover 96 gewonnen hatten. Darmstadt 98 wollte seine starke Serie fortsetzen: In den jüngsten fünf Spielen errang man 13 Punkte, die letzten drei wurden gar allesamt gewonnen.

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Aktiver begannen jedoch die Gäste: Christian Kühlwetter prüfte Lilien-Torwart Marcel Schuhen nach 120 Sekunden mit einem Fernschuss. Die Lilien fanden nicht ins Spiel – und mussten folgerichtig das frühe 0:1 hinnehmen. Oliver Hüsing köpfte nach einer Ecke unbedrängt ein – auch wenn er wohl eher unfreiwillig seinen Kopf in die Flugbahn gehalten hatte (12.).

Es brauchte wohl den Gegentreffer, um sich aufzuraffen. Und die erste Annäherung brachte gleich das 1:1. Nicolai Rapp köpfte nach einer Flanke von Fabian Holland ein (18.). Victor Palsson hätte drei Minuten später fast für das 2:1 gesorgt, doch FCH-Keeper Vitus Eicher wehrte seinen Schuss über die Latte (21.).

Serdar Dursun trifft und trifft und trifft

Fabian Holland wird derweil auf seine „alten Tage“ noch zum Flankengott: Lange tat sich wenig bis gar nichts, bis der Kapitän auf der linken Seite wieder einmal Druck machte. Seine präzise Flanke drückte Serdar Dursun aus kurzer Distanz über die Linie – 2:1 (40.). Es war Dursuns 22. Saisontreffer – nur noch einer weniger also als Simon Terodde vom Hamburger SV.

Treffer Nummer 23 sollte kurz nach der Pause folgen: Von Clemens stark in Szene gesetzt, tanzte Dursun Keeper Eicher aus, drehte sich ein-, zweimal – und traf zum 3:1 (54.). 23:23 also im Duell gegen Terodde – und es waren ja immer noch 36 Minuten zu spielen. Doch ein Serdar Dursun braucht natürlich nicht so viel Zeit: Nach einem Konter markierte er das 4:1 (59.) – und schob sich somit an Terodde vorbei. Bedanken durfte er sich in dieser Szene bei Palsson, der Marvin Mehlem in Szene setzte, der wiederum Dursun gesehen hatte.

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Doch Dursun war immer noch nicht satt: Nach 83 Minuten markierte er seinen vierten Treffer des Tages, also seinen Saisontreffer Nummer 25. Beim Jubel lief er gefühlt über den halben Platz - es war ja auch einfach sein Tag gewesen. Groß war der Jubel denn auch nach seiner Auswechslung – mehr als verdient war das.