Die Lilien-Spieler in der Einzelkritik

aus SV Darmstadt 98

Thema folgen

Daniel Heuer-Fernandes: Vertrat erneut den verletzten Michael Esser. Bewahrte mit einem guten halben Dutzend teils hochklassigen Paraden vor allem im ersten Abschnitt sein Team...

Anzeige

MÖNCHENGLADBACH. Daniel Heuer-Fernandes: Vertrat erneut den verletzten Michael Esser. Bewahrte mit einem guten halben Dutzend teils hochklassigen Paraden vor allem im ersten Abschnitt sein Team vor einem Rückstand. Sah bei 0:1 durch Hazard etwas unglücklich aus. Einen Vorwurf machen konnte man dem Keeper der Lilien dabei allerdings nicht.

Markus Steinhöfer: Der 31-Jährige war gegen die Borussen fast ausschließlich mit Defensivaufgaben beschäftigt. Hatte dabei einen ganz schweren Stand. Zu Beginn nutzten die Gastgeber häufig die Lücken, die sich auftaten. In der zweiten Hälfte deutlich verbessert und stabiler.

Immanuel Höhn: Durfte beim vorerst letzten Erstligaspiel der Lilien von Beginn an ran. Insgesamt solide, sah allerdings beim 2:1 der Gladbacher durch Raffael nicht gut aus. Ihm merkt man seine fehlende Spielpraxis noch an. Dürfte aber in der zweiten Liga eine feste Größe werden.

Patrick Banggaard: Der Däne machte seine Sache mit seinem ungewohnten Partner Immanuel Höhn in der Zentrale insgesamt ordentlich. Gewann viele Zweikämpfe, ob am Boden oder in der Luft. Im Spielaufbau allerdings mit der ein oder anderen Unsicherheit.

Anzeige

Leon Guwara: Die Bremer Leihgabe deutete in seinem letzten Spiel für Darmstadt vor allem in den ersten 45 Minuten sein großes Potenzial an. Zweikampfstark, bissig und mit Zug nach vorne. Ließ sich allerdings vor dem 1:2 von Jonas Hoffmann nach einer Stunde überrumpeln.

Jerôme Gondorf (bis 87. Minute): Führte in seinem letzten Spiel für den SV Darmstadt 98 in Abwesenheit von Aytac Sulu das Team als Kapitän aufs Feld. Machte wie so oft viele Meter und hatte auch nach vorne die ein oder andere gute Idee. Seine physische Präsenz wird dem Spiel der Lilien fehlen.

Hamit Altintop: Erneut eine ganz starke Partie in der kreativen Schaltzentrale. Der 34 Jahre alte Deutsch-Türke war von seinen Gegenspielern kaum vom Ball zu trennen. Spielte insgesamt 60 Pässe, von denen 53 ihr Ziel fanden. Eine überragende Quote für einen Mittelfeldspieler.

Jan Rosenthal (bis 57. Minute): Besetzte in seinem 200. Bundesligaspiel die Position hinter Angreifer Antonio Colak. Blieb auch gegen die Borussia über weite Strecken blass und traf meist die falschen Entscheidungen. Vergab die Chance auf das 1:0, als er aus aussichtsreicher Position vergab.

Marcel Heller: Gegen Gladbach wieder auf der linken Seite zu finden. Hatte im ersten Abschnitt gleich zwei Mal die große Gelegenheit zur Führung. Sein Schuss aus spitzen Winkel verfehlte das Ziel, der Kopfball nach einer halben Stunde wurde auf der Linie geklärt. Schenkte den Lilien zum Abschluss mit seinem 2:2 einen verdienten Auswärtspunkt.

Anzeige

Sidney Sam: Auch der frühere Nationalspieler zeigte beim Saisonfinale in Ansätzen, warum ihn der FC Schalke 04 damals verpflichtet hatte. Hatte sowohl im ersten als auch im zweiten Abschnitt einige gute Antritte und Dribblings. Vergab allerdings vor der Pause leichtfertig die Chance auf die Darmstädter Führung.

Antonio Colak (bis 80. Minute): Ersetzte im Angriffszentrum den verletzten Felix Platte. Konnte sich aber gegen die Gladbacher nie in Szene setzen und blieb ohne Abschluss.

Sven Schipplock (ab 57. Minute): Ersetze den schwachen Jan Rosenthal. Fügte sich nach seiner Einwechslung gut ein und markierte nur sechs Minuten später mit seinem ersten Torschuss das 1:1 - auch, wenn sein zweiter Saisontreffer glücklich zustande kam.

Denys Oliinyk (ab 80. Minute): Bekam von Trainer Torsten Frings in seinem letzten Spiel für den SV98 noch einmal zehn Minuten Bundesliga geschenkt. Blieb dabei aber ohne Wirkung.

Silas Zehnder (ab 87. Minute): Der 17-Jährige wurde kurz vor Schluss eingewechselt und damit zum jüngsten Bundesliga-Debütanten der Lilien aller Zeiten.