VfB Ginsheim II gewinnt Verbandsliga-Derby

Ginsheimer Jubel: Aaron Bolela, Georgij Bichinashvili und Johannes Wolf (von links) genießen den Sieg. Foto: VF/André Dziemballa

Im Derby der Fußball-Verbandsliga Süd schlägt die zweite Mannschaft des VfB Ginsheim die SG VfR/Dersim Rüsselsheim 3:1.

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GINSHEIM. Paukenschlag am Altrhein: Im Derby der Fußball-Verbandsliga Süd schlägt die zweite Mannschaft des VfB Ginsheim die SG VfR/Dersim Rüsselsheim 3:1 (2:0) und entscheidet so auch das zweite Aufeinandertreffen der Lokalkonkurrenten in dieser Saison für sich.

Bereits nach elf Minuten traf Qualid Garte vor rund 150 Zuschauern für die Blauen per Flachschuss ins Eck zur Führung, kurz zuvor erst war Gäste-Akteur Serhat Yildiz am Pfosten gescheitert (7.). Im weiteren Verlauf des ersten Akts kamen beide Teams zu wenigen, aber dafür hochkarätigen Torchancen. Nur eine davon aber wurde genutzt, als Berat Karabey nach gutem Gegenpressing seiner Kollegen zum 2:0 einnetzte (43.).

„Wir haben eine überragende erste Hälfte gespielt, das habe ich schon lange nicht mehr gesehen“, war Ginsheims Trainer-Vertretung Marcel Stein begeistert. Nach der Pause erhöhten die Rüsselsheimer den Druck, konnten das eiserne Bollwerk der Hausherren aber zumeist nicht durchdringen. Stattdessen lief man in einen Konter, an dessen Ende Johannes Wolf nach einem Abpraller von der Latte per Kopf zur Vorentscheidung traf (71.). Amin Kouraji sorgte zwei Zeigerumdrehungen später mit seinem Traumtor aus 25 Metern zwar für den optischen Höhepunkt der Partie (73.), konnte sein Team trotz anschließendem kollektiven Offensivsturms aber nicht mehr retten. Auch eine Gelb-Rote Karte für VfB-Kicker Seichi Nagayoshi wegen wiederholten Foulspiels hatte keinen Einfluss mehr (76.).

„Großes Kompliment an die Mannschaft, die genau die Leistung gezeigt hat, die ich mir gewünscht habe“, lobte Stein. „Nachdem wir zunächst bewusst tief standen und den Gegner haben aufbauen lassen, wurde der Druck immer größer. Dem konnten wir aber erfolgreich standhalten, auch als sie nach dem 3:1 Blut geleckt haben und angerannt sind.“ SG-Teammanager Cem Ilhan machte neben personellen Löchern in der eigenen Innenverteidigung auch die Defensivtaktik der Ginsheimer für das Ergebnis verantwortlich: „Sie haben meist hinten gestanden und auf Konter gespielt. Eine Methode, die auch Villarreal in der Champions League gegen Bayern erfolgreich angewandt hat und die letztendlich zu einem verdienten Sieg geführt hat.“ Für die Rüsselsheimer bedeutet diese Niederlage einen herben Rückschlag im Abstiegskampf. Zeit zur Verarbeitung bleibt nicht viel, denn bereits am Montag (15 Uhr) ist man im Kreispokal-Halbfinale gegen Hessenligist RW Walldorf gefordert.

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VfB Ginsheim II: Krausse – Karatas, Nagayoshi, Bichinashvili, Ripplinger (37. Wolf), Karabey (74. Gropeanu), Garte, Profumo (90. Seto), Bolela, Williams, Aidoud.

SG Rüsselsheim: Juricic – Aboub, Kouraji, Donkov, Yildiz, Penz, Akgöz (58. Sarssar), de Paulo, Günel, Neufang, Askinartar (37. Gül).

Tore: 1:0 Garte (11.), 2:0 Karabey (43.), 3:0 Wolf (71.), 3:1 Kouraji (73.). Zuschauer: 150. Gelb-Rote Karte: Nagayoshi (76.). Schiedsrichter: Haustein (Gießen).