SV Münster steht gegen Bornheim vor schwerer Aufgabe

Marco Defigus (links) und der SV Münster streben in der Fußall-Verbandsliga Süd den Klassenerhalt an. Foto: Dominik Claus

Der Fußball-Verbandsligist empfängt am Sonntag den Tabellenzweiten SG Bornheim und will die 0:5-Schlappe aus dem Hinspiel vergessen machen.

Anzeige

MÜNSTER. Am Sonntag startet Fußball-Verbandsligist SV Münster mit einem Heimspiel gegen die SG Bornheim (Anpfiff ist um 15.30 Uhr) in die Restrückrunde. Im Hinspiel unterlag der SVM klar mit 0:5 bei den Frankfurtern, auf eigenem Platz sieht SV-Trainer Naser Selmanaj aber gänzlich unterschiedliche Voraussetzungen: „Damals haben die uns ganz schön auseinandergenommen. Was wir dort gezeigt haben, war so unterirdisch, das hatte mit Leistungssport nichts zu tun. Aber zu Hause erwartet uns eine andere Situation. Die Jungs sind fit und fokussiert, alle freuen sich darauf, dass es wieder losgeht.“

Gegen die Gäste aus Bornheim, die in der laufenden Spielzeit nur drei Niederlagen hinnehmen mussten, kann Münsters Trainer personell aus den Vollen schöpfen. Er sieht seine Mannschaft „bereit für den Start, alle sind an Bord“. Der Klassenerhalt bleibt das ganz große Ziel des SV Münster. Gegen den Tabellenzweiten sieht Selmanaj eine Chance, denn „uns liegen die Mannschaften, die oben stehen. Wir wollen einen guten Start ins neue Jahr hinlegen und so schnell wie möglich die nötigen Punkte für den Ligaverbleib einfahren.“ Dass dies gelingt, erscheint zumindest nicht unwahrscheinlich. Denn auf dem Naturrasen am Mäusberg hat Münster in dieser Saison bereits einige deutlich höher eingeschätzte Mannschaften ins Stolpern gebracht. So kam selbst Spitzenreiter SV Unter-Flockenbach im November nicht über ein 2:2 heraus. Eintracht Wald-Michelbach ging mit 1:2 baden, und der Tabellenvierte Hanauer SC wurde gar mit 7:2 abgefertigt. Von elf Heimspielen ging lediglich eines verloren, der SVM ist Fünfter in der Heimtabelle. Beste Voraussetzungen also, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt einzutüten.

Insgesamt zufrieden blickt Selmanaj auch auf die Vorbereitung zurück. Das Team habe gut gearbeitet und mitgezogen, auch wenn die Ergebnisse in den Testspielen nicht immer zufriedenstellend gewesen seien. „Trotzdem konnten wir aus den Partien viele Erkenntnisse rausziehen“, sagt der Coach.

Dass seine Mannschaft aber da ist, wenn es wirklich darauf ankommt, das zeigte sich zuletzt beim Derby im Dieburger Kreispokal gegen Germania Ober-Roden. Im Viertelfinale gewann der SVM mit 3:1 und steht nun in der Vorschlussrunde. Mit der TS Ober-Roden steht lediglich noch ein Verbandsligist im Weg, die anderen beiden Halbfinalisten sind die Gruppenligisten TSV Lengfeld und Hassia Dieburg. Den Titel zu holen und in den Hessenpokal einzuziehen, das wäre für Münsters Coach ein schöner Bonus, aber längst kein Muss. „Das kann man natürlich mitnehmen, wenn es sich ergibt. Aber unsere Priorität liegt klar auf der Liga.“

Anzeige

Mit dem erst 18 Jahre alten Anas Hamed, der von Rot-Weiß Darmstadt gekommen ist, hat das Team im Winter ein spielstarkes, flexibel einsetzbares Talent hinzugewonnen. „Er kann im Mittelfeld auf fast allen Positionen spielen und ist zudem auch auf den Flügeln einsetzbar“, freut sich Selmanaj über den Neuzugang, der beim SVM auf seinen Bruder Tareq trifft.