VfB Ginsheim muss Schwerstarbeit verrichten

Der favorisierte Fußball-Hessenligist braucht die Verlängerung, um im Hessenpokal weiter zu kommen. VfB-Sportchef Marcus Spahn findet nach der schwachen Leistung klare Worte.

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HERBORN. (ost). Das hatte sich der VfB Ginsheim ganz anders vorgestellt. Zwar zog der favorisierte Fußball-Hessenligist am Mittwochabend ins Viertelfinale des Hessenpokals ein. Doch die Ginsheimer zeigten eine schwache Leistung und mussten Schwerstarbeit verrichten, ehe der 4:2 (0:0/1:1)-Erfolg nach Verlängerung beim Gruppenligisten SSC Juno Burg feststand. Die Gäste brauchten sogar ein Eigentor des Außenseiters, um in der Verlängerung in Führung zu gehen. Im anstehenden Viertelfinale gegen Hessenliga-Spitzenreiter Eintracht Stadtallendorf (Termin noch offen) muss sich der VfB jedenfalls deutlich steigern.

Trotz des Weiterkommens war es mit der Stimmung bei den Ginsheimern nicht gut bestellt. „Der Einzug ins Viertelfinale ist das Einzige, was mich aktuell milde stimmt“, sagte Marcus Spahn hörbar verärgert. Und der Sportliche Leiter des VfB meinte weiter: „Wir haben ein katastrophales Spiel abgeliefert, haben keine Einstellung gezeigt.“ So hätten die Gastgeber, die wacker gekämpft hätten, nach rund 30 Minuten gemerkt, dass da was gehen könnte für sie.

Allerdings nahm die Partie nach zähem Beginn erst nach der Pause richtig Fahrt auf. Hatte Can Özer mit einem Freistoß (51.) für Gefahr gesorgt, ließ Ozan Keskin die Ginsheimer mit seinem Führungstreffer kurz darauf jubeln (53.). Doch keine 60 Sekunden später war die Partie wieder ausgeglichen – Jan Petruschka traf zum 1:1 für den Außenseiter. Dabei blieb es bis zum Ende der regulären Spielzeit.

In der Verlängerung schien binnen zwei Minuten dann alles klar zu sein. Erst brachte der Burger Lukas Reinschmidt mit seinem Eigentor (102.) den VfB erneut nach vorne. Dann erhöhte Uwe Hesse auf 3:1 (104.). Doch erneut fing sich der Hessenligist postwendend einen Treffer: Marcel Merkardt (104.) ließ die Gastgeber noch einmal hoffen. Erst Özer (118.) machte mit dem 4:2 den Sack zu und beseitigte letzte Zweifel am Weiterkommen der Ginsheimer.

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VfB Ginsheim: Erb – Wagner, Thomasberger, Tatchouop (46. Dawit), Ishii – Teklab (46. Kummer), Murata, Jakubovic (60. Hesse), Fischer – Keskin (106. Shojo), Özer.

Schiedsrichter: Waldinger (Schwabendorf). Tore: 0:1 Keskin (53.), 1:1 Petruschka (54.), 1:2 Reinschmidt (102./Eigentor), 1:3 Hesse (104.), 2:3 Merkardt (104.), 2:4 Özer (118.). Zuschauer: 300.