Fußball: RW Walldorf will Scharte aus Hinspiel auswetzen

Artur Lemm Archivfoto: Dirk Winter

Der Fußball-Hessenligist erinnert sich bittere Niederlage gegen Hanau und will es diesmal besser machen. Bei Absteiger VfB Ginsheim bekommen die Reservisten eine Chance.

Anzeige

WALLDORF/GINSHEIM. Beim FC Hanau 93 sind die Walldorfer Hessenliga-Fußballer in ihrem letzten Auswärtsspiel der Saison zu Gast. FC Hanau 93? Da war doch was. Im Hinspiel kassierte der SV Rot-Weiß eine 0:5-Niederlage. Weshalb der Tabellenzweite der Abstiegsrunde auf Revanche brennt, wie Trainer Artur Lemm betont: „Diese Scharte würden wir schon gerne auswetzen.“ Außerdem zielen die Rot-Weißen darauf, ihren zweiten Rang ins Ziel zu bringen und die 40-Punkte-Marke zu übertreffen. Aktuell hat das Team 38 Zähler. Im Kampf um den Klassenerhalt geht es für die Rot-Weißen indes um nichts mehr. Die fünftplatzierten Hanauer brauchen eventuell noch einen Punkt. Personell sind die Walldorfer vor allem in der Spitze gebeutelt. Von den Stürmern ist aktuell nur Nico Struwe einsatzfähig: „Aber wir vertrauen den Spielern, die auf dem Platz stehen, und versuchen trotzdem zu punkten“, sagt Lemm.

Timo Kunert und Jan Deumlich sind privat verhindert. Erkrankt ist Ahmet Dogan, der den RWW-Verantwortlichen gerade sein Bleiben in der nächsten Saison zugesagt hat. Als weiteren Neuzugang vermeldet Sportlicher Leiter Marcus Spahn den Perspektivspieler Can Luca Karakas, der von der U19-Bundesligamannschaft der Offenbacher Kickers kommt. Den 18 Jahre alten Angreifer charakterisiert Spahn als „sehr guten Fußballer, der körperlich aber noch zulegen muss“.

Auf Abschiedstour befindet sich der VfB Ginsheim, der am Sonntag (15 Uhr, Sportplatz „Am Brunnerts“) in Osthessen Station macht. Der Absteiger spielt beim SV Steinbach. Für die letzten beiden Saisonspiele kündigt VfB-Trainer Ermin Melunovic an, die Mannschaft auf fünf bis sechs Positionen zu ändern. Denn es sollen zuletzt wenig eingesetzte Spieler „die Chance bekommen, sich zu zeigen“, erklärt der Coach. Gleichwohl will Melunovic diese Partien nicht als bloßes Schaulaufen verstanden wissen: „Wir versuchen, uns anständig aus der Klasse zu verabschieden.“