Fußball: RW Walldorf steht unter besonderer Beobachtung

Voller Einsatz: Denis Oriana ist mit dem VfB Ginsheim in Baunatal gefordert. Foto: Uwe Krämer

Der Hessenligist muss nach desolaten Leistungen „wieder eine Einheit werden“. Ligakonkurrent VfB Ginsheim wird sich in Baunatal nicht verstecken.

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WALLDORF/GINSHEIM. Nach Ost- und Nordhessen führt der Spielplan der Hessenliga-Abstiegsrunde die Fußballer von RW Walldorf und VfB Ginsheim am Wochenende. Die Rot-Weißen stehen am Sonntag (15 Uhr) beim Hünfelder SV unter besonderer Beobachtung – nach zuletzt desolaten Vorstellungen in der Liga (0:5 gegen Hanau) und im Kreispokal (2:4 beim Verbandsligisten SG Rüsselsheim). Der designierte Absteiger VfB setzt am Samstag (14.30 Uhr) seine Abschiedstour beim KSV Baunatal fort. Coach Ermin Melunovic, der den VfB klassenunabhängig auch in der nächsten Saison trainiert, mag noch nicht vom Abstieg reden: „Wir haben noch sechs Spiele. Am Ende werden wir sehen, was dabei rauskommt.“

Auch der VfB spielte am Ostermontag im Kreispokal-Halbfinale. Den 9:1-Sieg beim B-Ligisten TSG Worfelden nahm Melunovic als Gelegenheit, einen Wettkampf statt einer Trainingseinheit zu bestreiten. Wobei er sich darüber freute, dass sein Team die Favoritenrolle souverän ausfüllte. In Baunatal erwartet der Trainer von den Spielern Leidenschaft und Laufbereitschaft: „Wir brauchen uns nicht zu verstecken.“

Dass die Walldorfer in zwei Partien insgesamt neun Gegentore zugelassen haben, schmerzt ihren Trainer Artur Lemm. Die Rot-Weißen können es weitaus besser, wie sie bei ihren zuvor vier Siegen in Folge (mit 11:2 Toren) bewiesen haben. „Wir müssen wieder eine Einheit auf dem Platz werden“, sagt Lemm, „dass wir uns gegenseitig absichern und dem Gegner den kürzesten Weg zum Tor zumachen“. Dies sei eine Kopfsache.

Sorgen bereitet auch der Sturm, da Laurin Vogt mit einem Haarriss im Mittelfuß und einem Fußzeh-Kapselriss für den Rest der Saison ausfällt. Da auch Mahdi Mehnatgir (Innenbandanriss), Mikael Neway (Zerrung) und Jan Deumlich (Bänderriss) verletzt sind, bleibt mit Nico Struwe nur ein Stürmer übrig. Ebenfalls in der Spitze spielen könnte Manuel Konaté-Lueken, der aber gerade den islamischen Fastenmonat Ramadan durchlebt und entsprechend geschwächt ist (ebenso wie seine Teamkollegen Ahmet Dogan und Besmir Haliti).

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Die angeschlagenen Verteidiger Maximilian Thomasberger (Knieprellung) und André Schneider (starke Schürfwunde) dürften spielen können.