Frauen rücken bei den Kickers in den Mittelpunkt

Bei Kickers Mörfelden werden Schwerpunkte gesetzt, wobei es derzeit kein Männerteam im Verein gibt. Foto: Uwe Krämer

Beim Mörfelder Verein ist offen, ob es wieder ein Männerteam geben wird. Der Kickers-Vorsitzende äußert nach Aus Kritik am Kreisausschuss und an der Konkurrenz.

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MÖRFELDEN. Schon am fünften Spieltag war Schluss. Als der SC Kickers Mörfelden am 31. August im Auswärtsspiel der Fußball-Kreisliga C bei Aufsteiger SV 07 Nauheim III nicht antrat, war das Aus der in der Vorsaison lange Zeit noch um den Titel mitspielenden Kickers besiegelt. Das Team war zum dritten Mal in der laufenden Saison nicht angetreten und schied den Statuten gemäß aus der laufenden Runde aus.

Nur zu zwei Spielen war es den Kickers gelungen, eine Mannschaft auf den Platz zu bringen. Diese hatte jedoch bei der SKG Stockstadt II (1:7) und beim FC Leeheim (1:4) jeweils deutlich das Nachsehen gehabt. Gleichzeitig zerstörte am 18. August ein Sturm die heimische Sportstätte, was eine Austragung der Heimspiele unmöglich machte. „Einige unkooperative Gegner trugen bei Spielverlegungen mit zu unserem Aus bei“, beklagte der Kickers-Vorsitzende Torsten Weber. Auch den Kreisfußballausschuss samt Leitung schloss Weber in diesem Zusammenhang mit in seine Kritik ein.

Bei den Meldungen zur laufenden Saison waren die Mörfelder bereits zum Zünglein an der Waage geworden, denn wäre gerade eine Mannschaft weniger gemeldet worden, hätte es anstelle einer D-Liga wieder eine zweigleisige C-Liga gegeben. Dabei waren die Probleme freilich auch personeller Natur, denn zum Ende der Spielzeit 2018/19 konnten die Kickers auch bereits in zwei Partien nicht antreten, um dann am letzten Spieltag mit starkem Personal und einem 1:0-Erfolg gegen Concordia Gernsheim II den Gegner um den Aufstieg zu bringen.

Die personellen Probleme in Mörfelden hatten sich bereits frühzeitig angekündigt. Ausschlaggebend sei in der vergangenen Saison die Knieoperation von Spielertrainer Daniele Campailla gewesen. „Der restliche 27-Mann-Kader hat es mit vielen Verletzten, Sperren und diversen Schichtarbeitern nicht geregelt bekommen“, sagte Weber. So wie Campailla hatten weitere Akteure einst bei der benachbarten SKV gespielt und dort in der Kreisoberliga und der Gruppenliga zu den Leistungsträgern gezählt. Bis zum 10. Spieltag führte das Team die Liga an, konnte das gute Niveau nach dem Ausfall des Spielertrainers aber nicht mehr halten.

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Aktuell stehen bei den Kickers hauptsächlich die Fußballerinnen im Mittelpunkt. Neben Frauen-Teams in der Gruppenliga und Kreisliga B nimmt der Verein mit drei Mädchenmannschaften an Punktspielen teil. Ob der Männer-Fußball eine Zukunft hat, ließ Weber offen. Die Entscheidung ist vorerst auf den kommenden Sommer verschoben.