SV Wehen Wiesbaden schlägt Carl Zeiss Jena zum Saisonauftakt...

aus SV Wehen Wiesbaden

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Im Kampf um den Ball: Matthias Kühne und Alf Mintzel (r.). Foto: rscp / Sven Severing

Mit einem 1:0-Sieg gegen Carl Zeiss Jena ist dem SV Wehen Wiesbaden ein Drei-Punkte-Start in die Drittliga-Saison gelungen.

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WIESBADEN. Erfolgreicher Start für den SV Wehen Wiesbaden. Der Fußball-Drittligist besiegte im ersten Heimspiel den Aufsteiger FC Carl Zeiss Jena mit 1:0 (0:0). Schütze des Goldenen Tores war Neuzugang Sören Reddemann.

Die 2753 Zuschauer, darunter rund 750 aus Thüringen, sahen noch kein Feuerwerk. Doch nach verhaltenem Beginn arbeiteten sich die Hessen in die Partie rein und erarbeiteten sich ein deutliches Chancenplus, sodass der Sieg absolut verdient war.

Und es war auch keine Überraschung: SVWW-Trainer Rüdiger Rehm startete mit der gleichen Elf, die er schon im letzten Testspiel gegen Mainz 05 aufgeboten hatte. Also mit Reddemann als einzigem Neuzugang. Und jener Linksverteidiger sollte in der ersten Halbzeit im Mittelpunkt stehen. Erst im negativen Sinne, merkte man ihm doch die Nervosität an, als er erst über den Ball trat und später unbedrängt einen Fehlpass schlug, der aus der resultierenden Ecke zur bis dato größten Chance für Jena führte. Doch den abgefälschten Schuss von Maximilian Wolfram (33.) lenkte Keeper Markus Kolke über die Latte.

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Gastgeber taten sich lange schwer

Die Gastgeber taten sich dagegen gegen den kompakt stehenden Gast lange schwer. Es dauerte bis zur 25. Minute, bis überhaupt eine Ecke für den SVWW raussprang. Von echten Torchancen ganz zu schweigen. Die kamen erst in der Schlussphase der ersten Halbzeit. Philipp Müller setzte sich auf der rechten Seite durch und sein Rückpass schoss Patrick Funk (36.) mit links aufs Tor - aber noch zu harmlos. Nach einer scharfen Flanke von Alf Mintzel rutschte Freund und Feind am Ball vorbei, zuletzt grätschte Manuel Schäffler am langen Pfosten, doch knapp vorbei. In der Nachspielzeit klappte es dann. Eine gefühlvolle Freistoßflanke von Mintzel verwertete eben jener Reddemann mit einem platzierten Volleyschuss zur 1:0-Führung.

Direkt nach Wiederanpfiff sogar fast das 2:0. Wieder über Mintzel, dessen Rückpass aber Müller mit links knapp am rechten Winkel vorbeischoss. Nun bot sich den Hessen auch mehr Raum zum schnellen Spiel und zum Kontern, weil Jena naturgemäß mehr aufmachen musste. Die nächste Chance bot sich Kapitän David Blacha, der nach Flanke von Sebastian Mrowca den Ball aus fünf Metern übers Tor bugsierte (57.) Dann war wieder Mintzel an der Reihe, diesmal bedient von Schäffler. Mit einem Kabinettstückchen legte er sich selbst den Ball vor und fand mit seinem Rechtsschuss nur seinen Meister in FC-Keeper Raphael Koczor (64.).

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Das erlösende 2:0 wäre eigentlich längst fällig gewesen. So war der Ausgleich immer möglich, auch wenn der Aufsteiger nicht den Eindruck machte, selbst richtig daran zu glauben. Auch Schäffler, allein vorm Kasten, schaffte nicht die Erlösung (82.). So mussten die Hessen bis zum Schluss um den knappen Erfolg zittern. Glück hatte die Rehm-Truppe als Schiedsrichter Marco Fritz in der Nachspielzeit ein (unfreiwilliges) Handspiel von Niklas Dams an der Strafraumgrenze nicht ahndete. Am Ende waren die drei Punkte aber im Sack.