Schlecht gespielt, souverän gewonnen: Die FCK-Serie hält

aus 1. FCK

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Jubel mit dem Premieren-Schützen. Der FCK feiert Terrence Boyd (2. von rechts).  Foto: imago/Huebner

Mehr Krampfsieg als Arbeitssieg, aber der 1. FC Kaiserslautern gewinnt auch beim FSV Zwickau und ist bereit für das große Topspiel am kommenden Samstag.

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ZWICKAU. Nicht wirklich ansehnlich, aber erfolgreich eilt der 1. FC Kaiserslautern in der Dritten Liga weiter einem möglichen Aufstieg entgegen. In einem Spiel, dass lange Zeit nicht wirklich ansehnlich war, siegten die Roten Teufel am Samstag beim FSV Zwickau 2:0 (1:0). Besonders im ersten Durchgang taten sich die Roten Teufel aber sehr schwer, hätten durchaus auch in Rückstand geraten können. Ein Tor vor Terrence Boyd (38.) und nach dem Seitenwechsel ein Strafstoß von Muhammed Kiprit (57.) brachten den FCK dann aber doch auf die Siegerstraße.

Die angespannte Personallage, die FCK-Trainer Marco Antwerpen im Vorfeld beklagte, entspannte sich vor der Partie nicht mehr wirklich. Entsprechend musste der Coach auf Torwart Matheo Raab und Abwehrchef Kevin Kraus (beide erkrankt) verzichten. Stattdessen stand Avdo Spahic im Kasten, Stürmer Muhammed Kiprit rückte überraschend ebenfalls im Team. Die Folge: Offensivmann René Klingenburg rückte kurioserweise in die Innenverteidigung. Immerhin eine gute Nachricht gab es für den FCK dann doch noch. Spielgestalter Marlon Ritter kehrte in die Startelf zurück.

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Die Latte und Klingenburg halten für den FCK die Null

Unter den personellen Gegebenheiten war es nicht wirklich überraschend, dass das Spiel des FCK in der ersten Halbzeit nicht wirklich ins Rollen kam. Zwar machte die Defensive ihre Arbeit gut, das Spiel nach vorne fand aber nahezu überhaupt nicht statt. Die Gastgeber aus Zwickau, die für ihre kämpferische und giftige Art bekannt sind, versuchten hingegen viel, wurden aber auch nur selten gefährlich. Wenn, dann meist bei Standardsituationen und anderen hohen Bällen in den Strafraum. Aus dem Spiel heraus wurde es dann in der 23. Minute gefährlich. Dominic Baumann traf mit seinem Kopfball aber nur die Latte und verpasste die mögliche Führung der Gastgeber.

Kaiserslautern hatte Mühe, fand nun aber ein wenig besser ins Spiel. Zunächst verpasste Angreifer Terrence Boyd eine gefährliche Freistoßflanke von Hendrick Zuck nur knapp (25.) - einige Minuten später zeigte Boyd dann aber sein Torjäger-Gen. Mike Wunderlich brachte einen Distanzschuss in den Strafraum, wo Boyd bereits lauerte und entscheidend den Fuß reinhielt - 1:0 für den FCK (38.). Es war der Premierentreffer des Neuzugangs. Stabiler wurde das FCK-Spiel dadurch aber zunächst nicht. Spahic ließ einen hohen Ball durch die Finger rutschen und nur eine Rettungsaktion von Klingenburg verhinderte das mögliche und verdiente 1:1 (41.).

Erst zum Ende hin ein verdienter Auswärtssieg

Die Gastgeber gaben sich auch nach dem Seitenwechsel nicht auf und hatten die ersten Gelegenheiten. Die beste Chance vergab Luca Horn, der nach einem unglücklichen Querschläger von Klingenburg eigentlich schon freie Bahn hatte, aber dann den Ball nicht richtig traf (51.). Der FCK musste dringend mehr für die Offensive tun - und tat das dann auch. Zunächst hatte Boyd die Riesenchance, zielte aus fünf Metern aber über das Tor (55.). Wenig später hatten die Gäste dann eine gute Kontersituation, Kiprits Abschluss konnte Zwickaus Torwart aber parieren. Im Anschluss holte sich dann aber Ritter die Kugel und wurde von Horn unfair gestoppt - Elfmeter (57.). Überraschenderweise durfte sich Startelf-Rückkehrer Kiprit die Kugel nehmen. Der Angreifer verwandelte sicher - 2:0 für die Pfälzer.

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Nun wurde es für Zwickau richtig schwierig, gegen die selbstbewusste FCK-Abwehr gefährlich zu werden. Die Gäste konnten sich hingegen voll auf mögliche Kontersituationen konzentrieren. Einer dieser Gegenstöße endete in einem gefährlichen Abschluss von Wunderlich (67.). Praktisch im Gegenzug hatte der eingewechselte Ronny König dann aber mal wieder eine Chance für die Gastgeber (68.). Es war unterm Strich aber weiterhin ein sehr maues, zerfahrenes Drittliga-Spiel. Eines der wenigen Highlights hatte dann noch die 77. Minute zu bieten: Nach einer Flanke von Philipp Hercher köpfte Boris Tomiak aus kurzer Distanz, Zwickaus Schlussmann Brinkies parierte den Ball an die Unterkante der Latte - kein Tor. Wenig später berührte auch ein Fernschuss von Ritter die Latte (83.). Zwickau leistete zu diesem Zeitpunkt kaum noch spürbare Gegenwehr. Der 1. FC Kaiserslautern tütete also auch den vierten Sieg im vierten Spiel des neuen Jahres ein - weiterhin ohne Gegentreffer. Und kommende Woche steht das absolute Topspiel gegen Tabellenführer Magdeburg (Samstag, 14 Uhr) auf dem Programm.

Von Tommy Rhein