Heißer Tanz in Kiel: FCK sichert nächsten Punkt

Der Lauterer Hendrik Zuck (links) und Kiels Fiete Arp kämpfen um den Ball. Foto: Michael Taeger/Jan Huebner

Führung, Rückstand und dann die passende Antwort: Kaiserslautern setzt die nächste Duftmarke in der Zweiten Bundesliga.

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KIEL. Eine wilde zweite Halbzeit und erneut eine gute Defensivleistung bescheren dem 1. FC Kaiserslautern den nächsten (Teil)-Erfolg in der Zweiten Bundesliga. Mit einem 2:2 (1:0)-Unentschieden bei Holstein Kiel bleiben die Roten Teufel nach ihrer Rückkehr ins Unterhaus auch nach zwei Spielen noch ohne Niederlage. Daniel Hanslik hatte die Pfälzer im hohen Norden gar in Führung gebracht (33.), nach der Pause drehte Kiel aber durch Fabian Reese (51./57.), ehe Terrence Boyd den Ausgleich für den FCK besorgte (62.).

Die Tugenden aus dem Auftaktspiel sollten es sein, die dem 1. FC Kaiserslauern auch bei seinem ersten Auswärtsspiel der neuen Saison Erfolg bescheren. Trainer Dirk Schuster tauschte entsprechend nur einmal, brachte Ex-Kieler Daniel Hanslik anstelle des verletzten Ben Zolinski. Und die Defensivstärke aus der Vorwoche setzte sich tatsächlich fort. Der FCK überließ Kiel zunächst viel Ballbesitz, verteidigte aber kompromisslos und ließ im ersten Durchgang praktisch gar keine Torchance zu. Stattdessen lauerten die Pfälzer selbst auf ihre Gelegenheiten. Ein schwacher Torschuss von Julian Niehues in der Anfangsphase und ein Freistoß von Mike Wunderlich, der deutlich daneben ging (28.), waren aber auch das einzig Zählbare, was der FCK produzierte.

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Dann wiederholte sich das Geschehen aus der Vorwoche und die Pfälzer schlugen erneut aus dem Nichts zu. Ein tolles Solo von Marlon Ritter endete in einem Schuss, den Kiels Torwart Thomas Dähne nach vorne abklatschen ließ. Ein Fehler, den der FCK eiskalt ausnutzte. Hanslik war als erster zur Stelle, köpfte zum 1:0 ein (33.). Und nun schöpften die Roten Teufel Mut. Nur eine Minute später verpasste Hanslik nach einer Flanke von Hendrick Zuck knapp, vor der Pause hätte dann Niehues, nach Zuspiel von Hanslik, eigentlich das 2:0 erzielen müssen, traf den Ball aber nicht optimal (45.). Holstein Kiel stellte zur Pause um, wechselte doppelt und kam mit mehr Druck aus der Kabine. Dadurch hatte der FCK aber auch Raum zum Kontern, hätte durch Ritter beinahe gleich gefährlich durchstoßen können (48.). Nun kam aber Kiel auf. Zunächst verpasste Fabian Reese knapp (50.), nach der folgenden Ecke war der Kieler dann aber zur Stelle und besorgte den Ausgleich (51.).

Kiel geht nach einem Eckball in Führung

Und nun begann eine regelrechte Achterbahnfahrt im Holstein-Stadion. Auf der Gegenseite war Boris Tomiak nach einer Ecke zur Stelle, Benedikt Pichler klärte aber auf der Linie (53.). Kiel spielte sich dann aber ebenfalls wieder einen Eckball heraus und ging in Führung. Wieder war es Reese, der sich diesmal gegen Niehues durchsetzte (57.). Der Aufsteiger schien nun geschockt, doch schüttelte sich – und schlug zurück. Angreifer Terrence Boyd leitete den Angriff selbst ein, nahm Kapitän Jean Zimmer mit, der den Ball in den Strafraum spielte, wo Boyd sehenswert abschloss - 2:2 (62.). Es wurde nun ruppiger und hitziger auf dem Rasen, Kiel wollte weiterhin unbedingt den Siegtreffer und der FCK warf alles dagegen. Dennoch folgte nun eine Phase, in der – auch aufgrund vieler Wechsel – der Spielfluss verloren ging. Fiete Arp war es dann, der in der 83. Minute mal wieder einen Torschuss für die Kieler abgab.

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Dirk Schuster gab aber auch keineswegs auf, brachte mit Philipp Hercher kurz vor dem Ende noch einen torgefährlichen Spieler, der auch sofort gefährlich wurde – sein Schuss ging aber knapp über den Kasten (86.). Es war der letzte Höhepunkt einer interessanten und umkämpften Partie. Kaiserslautern kann also mit Rückenwind und ohne Niederlage in das anstehende DFB-Pokalspiel gegen Bundesligist SC Freiburg (Sonntag, 15.30 Uhr) gehen.

Von Tommy Rhein