Nach 05-Party: Heidel wirbt um Verständnis beim DFB

aus Mainz 05

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Christian Heidel. Foto: Jan Hübner

Weil Spieler von Mainz 05 mit Fans in der Kurve gefeiert hatten, ermittelt der DFB. Christian Heidel räumt ein: „Es war nicht die schlaueste Idee“ - fügt jedoch ein großes Aber an.

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MAINZ. Bo Svensson hätte im Rahmen der Spieltagskonferenz zum Auswärtsmatch beim VfL Bochum (Samstag, 15.30 Uhr) gerne mehr über das Sportliche gesprochen. Doch natürlich kam auch am Donnerstag die Frage nach dem Ermittlungsverfahren des DFB gegen Mainz 05 auf. Hintergrund: Nach dem Spiel am Sonntag gegen RB Leipzig waren einige Spieler des FSV zu ihren Fans in die Kurve gegangen, um dort mit ihnen zu feiern. Der DFB-Kontrollausschuss hatte daraufhin Ermittlungen eingeleitet.

Angesichts der geltenden Hygienevorschriften rund um ein Bundesliga-Spiel und gerade vor dem Hintergrund, dass sich vor dem Leipzig-Match elf 05-Akteure plus drei weitere aus dem Staff wegen mehrerer Corona-Fälle im Team in Quarantäne hatten begeben müssen, sei das „nicht die schlaueste Idee gewesen“, wie FSV-Sportvorstand Christian Heidel anmerkte.

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Gleichzeitig fügte er jedoch auch mit einem großen Aber an: „Wenn es mildernde Umstände gibt: Alle Spieler, die nach vorne gegangen sind, waren geimpft. Sie trafen dort auf Fans, die geimpft, getestet oder genesen waren. Das war nicht alles hundertprozentig, das ist uns schon bewusst“, warb Heidel um Augenmaß. Der 58-Jährige setzt darauf, dass entsprechende Punkte bei der Urteilsfindung berücksichtigt werden und „es objektiv gesehen wird“. Heidel, stellvertretend für den Club, hofft, mit einer Ermahnung davon zu kommen.