Mainz 05 verliert nach 2:0-Führung beim 1. FC Köln

aus Mainz 05

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Kölns Jonas Hector (l) und der Mainzer Jean-Paul Boetius kämpfen um den Ball.  Foto: dpa/ Marius Becker

Auf dem Weg zum ersten Auswärtssieg seit Monaten ist der FSV Mainz 05 jäh gestoppt worden. Ausgerechnet ein 05-Leihspieler sorgte für die Entscheidung.

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MAINZ. Der FSV Mainz 05 hat lange am ersten Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga seit Ende Oktober geschnuppert und den Platz dann doch als Verlierer verlassen. Beim 1. FC Köln führten die Rheinhessen bis eine halbe Stunde vor Schluss 2:0 und unterlagen noch 2:3 (1:0). Jonathan Burkardt (14.) und Karim Onisiwo (55.) hatten für die Mainzer Führung gesorgt, Ellyes Shkiri (60.) und Dejan Ljubicic (78.) für den FC ausgeglichen, ehe ausgerechnet der von 05 an Köln ausgeliehen Luca Kilian in der 82. Minute den Siegtreffer der Gastgeber erzielte. 49.800 Zuschauer in der im Heimbereich ausverkauften Kölner Arena sorgten für eine emotionale Atmosphäre. Die FC-Fans hatten eine großflächige Choreo vorbereitet, die sie ebenso mit Pyros begleiteten wie im Gästeblock die mitgereisten 05-Fans den Einmarsch der Teams.

Die spannende Frage lautete: Verschlafen die 05er auch im dritten Auswärtsspiel dieser Englischen Woche die Anfangsphase? Die Antwort lautete: Nein. Diesmal waren die Mainzer, bei denen Anton Stach für Jae-sung Lee in die Startelf gerückt war, im Gegensatz zu den Partien gegen Mönchengladbach (1:1) und Augsburg (1:2) von Anfang an präsent. Und auch bald erfolgreich. Verteidiger Alexander Hack leitete den Mainzer Führungstreffer ein, bekam den Ball über Karim Onisiwo wieder und legte so für Burkardt auf. Der Stürmer schoss aus vollem Lauf und hatte Glück, dass Luca Kilian den Ball so abfälschte, dass FC-Keeper Marvin Schwäbe machtlos war. Für Burkardt war es der zehnte Saisontreffer.

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Die Mainzer hatten die Partie in der Folge weiter im Griff, setzten auch den ein oder anderen Nadelstich, auch wenn außer Abschlüssen von Burkardt (24.) und Jean-Paul Boetius (26.), die Schwäbe jeweils entschärfte, wenig Gefährliches gelang. Aber auch die Kölner brachten kaum einmal den Ball gefährlich in den Strafraum. Eine Flanke war für Anthony Modeste etwas zu tief, sonst hätte höchste Gefahr bestanden. Ansonsten stand die Mainzer Abwehr sicher und hatte so den Anteil an einer verdienten Pausenführung.

In der zweiten Halbzeit mussten die Mainzer auf den bis dahin überzeugenden Hack verzichten, weil dieser Probleme im rechten Sprunggelenk hatte. Für ihn rückte David Nemeth ins Team. Die Kölner kamen forscher aus der Kabine und erspielten sich auch eine Serie an Eckbällen. Doch die Mainzer nahmen den Kölnern schnell wieder den ersten Schwung. Nach einem langen Pass von Dominik Kohr war Karim Onisiwo auf der rechten Seite und vollendete eiskalt ins kurze Eck zum 2:0 (55.). Plötzlich schwieg das gesamte Stadion abgesehen vom Gästeblock. Und war doch fünf Minuten später wieder da, als Anthony Modeste einen Eckstoß mit dem Kopf verlängerte und der freistehende Shkiri den Ball ebenfalls mit dem Kopf im Netz versenkte (60.).

Mit einem satten Schuss aus 14 Metern ins Toreck zum 2:2 brachte der eingewechselte Dejan Ljubicic den FC dann endgültig ins Spiel zurück. Und dann parierte 05-Keeper Robin Zentner nach einer weiteren Standardsituation zwar noch glänzend den Kopfball von Salih Özcan, doch Kilian war reaktionsschnell da und schob den Abpraller zum 3:2 ein (82). Die Kölner hatten das Spiel gedreht, die Mainzer einen Erfolg aus der Hand gegeben, zumal der eingewechselte Marcus Ingvartsen in der Nachspielzeit aus Nahdistanz über das Kölner Tor schoss.

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