Mainz 05-Trainer Schwarz kritisiert Sperre

aus Mainz 05

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Schiedsrichter Felix Brych gab Trainer Sandro Schwarz in der Partie gegen den VfL Wolfsburg die gelb-rote Karte. Foto: Sascha Kopp

Auch 30 Minuten nach dem Spiel gegen den SC Paderborn darf Sandro Schwarz keinen Kontakt zu seiner Mannschaft haben. Für den 05-Coach ist die Sperre "Wahnsinn".

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MAINZ. Die Gelb-Rot-Sperre erzürnt Sandro Schwarz: Der Trainer von Mainz 05 hat Kritik daran geübt, dass er am Samstag auch noch 30 Minuten nach dem Auswärtsspiel beim SC Paderborn keinen Kontakt zu seiner Mannschaft haben darf. "Das ist Wahnsinn", monierte der 40-Jährige am Dienstag. "Als Spieler kannst du sonst was veranstalten, acht Wochen gesperrt sein, du darfst trotzdem direkt nach dem Abpfiff auf den Rasen. Als Trainer leidest du eh schon fürchterlich während der Partie. Ob das zurecht war oder nicht im Fall, darüber kann man diskutieren. Aber du hast dann eigentlich deine Strafe abgesessen, durftest deinen Job nicht machen. Und dann darfst du noch nicht mal zu deinen Jungs und was auffangen. Das ist verhältnismäßig im Vergleich zu den Sperre für Spieler nicht korrekt."

Schwarz hatte im jüngsten Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg die erste Gelb-Rote Karte in der 56-jährigen Bundesliga-Historie gesehen. Der Chefcoach darf deshalb in Paderborn 30 Minuten vor der Begegnung, währenddessen und 30 Minuten danach nicht mit dem Team kommunizieren. Wo er im Stadion sitzen wird, weiß er noch nicht. "Vielleicht irgendwo ganz alleine vor einem Fernseher." Sein Assistent Jan-Moritz Lichte wird ihn an der Seitenlinie und in der Kabine vertreten. Schwarz betonte zugleich: "Das Klatschen gegen Wolfsburg war drüber, keine Frage. Aber es waren eben einige kuriose Dinge dabei, die mich aufgeregt haben."