Mainz 05 hat ständigen Kontakt zu den Leihspielern

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In Zürich hat Stürmer Kenan Kodro (Mitte) seine Treffsicherheit wiedergefunden. Foto: imago  Foto: imago

Der eine stand in Rotterdam im Tor, der andere stürmte in Zürich, der nächste wirbelte in Kopenhagen. Die verliehenen Spieler des Fußball-Bundesligisten waren in der...

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MAINZ. Der eine stand in Rotterdam im Tor, der andere stürmte in Zürich, der nächste wirbelte in Kopenhagen. Die verliehenen Spieler des Fußball-Bundesligisten waren in der vergangenen Saison breit gestreut. Die muss man alle erst einmal im Auge behalten. Schließlich stehen sie trotzdem bei Mainz 05 unter Vertrag und der FSV hat ein Interesse daran, dass sich seine Jungs bei ihren jeweiligen Stationen entsprechend entwickeln. „Natürlich ist es unsere Aufgabe, die Spieler nachhaltig zu beobachten und zu begleiten“, sagte 05-Sportvorstand Rouven Schröder.

Denn entweder werden sie nach dem Ende ihrer Leihe wieder ein Thema für die Mainzer oder sie schaffen eben den erhofften nächsten Schritt nicht und werden zu Kandidaten für einen Verkauf. Aktuelle Beispiele sind da etwa Stürmer Aaron Seydel, der bei Zweitligist Holstein Kiel überzeugte und nach Einschätzung der 05-Verantwortlichen den Sprung in die Bundesliga schaffen kann. José Rodriguez dagegen kam auch in Tel Aviv nicht richtig zurecht und ist eher ein Kandidat für einen Verkauf.

Ständiger Austausch

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Und um das einschätzen zu können, halten sich die 05er auf dem Laufenden. Weil Schröder und Trainer Sandro Schwarz aber nicht die Zeit haben, um sich alle Auftritte ihrer verliehenen Spieler anzuschauen, holen sie sich auf anderen Wegen die nötigen Informationen. „Wenn wir eine Leihe vereinbaren, tauschen alle Verantwortlichen automatisch die nötigen Kontakte aus“, sagte Schröder. Trainer, Athletiktrainer, Ärzte – „somit ist gewährleistet, dass wir alle richtigen Ansprechpartner schnell erreichen können“, sagte Schröder. In diesem ständigen Austausch über die verschiedenen Parameter können sich die 05er dann ein umfassendes Bild machen und deren Entwicklung bewerten.

Wie bei Kenan Kodro. Natürlich hat sich der Stürmer in der Schweizer Super League auf einem anderen Niveau als in der Bundesliga bewegt, er hat aber auch in 14 Spielen sieben Tore gemacht. „Und die Tore sind in der Schweiz genauso groß wie in der Bundesliga“, lächelte Schröder, der allerdings auch auf Laufwege, Einsatzzeit und andere Indikatoren schaut.

Zumal man auch immer im Hinterkopf haben müsse, dass gerade ein Stürmer von Selbstvertrauen lebt. „Wenn er einmal das erste oder zweite Tor geschossen hat, wird es natürlich einfacher“, sagte Schröder. In acht Bundesligaeinsätzen für die 05er war Kodro das nicht vergönnt. Der Höhepunkt war dabei sicher die Großchance bei der 1:2-Niederlage in Freiburg. Das kann schon mal zu einem gehörigen Knick führen. Umso wichtiger ist es dann, dass Leihspieler sich in einer anderen Umgebung wieder fangen und ihre Qualitäten unter Beweis stellen. Ob ihnen das gelingt, haben sie bei Mainz 05 ganz genau im Auge.