Konsequent - Kommentar von Dennis Rink zum Rückzug von Harald...

aus Mainz 05

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Dennis Rink. Foto: Sascha Kopp

Die Entscheidung von Harald Strutz ist die logische Konsequenz aus den Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate.

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MAINZ. Die Entscheidung von Harald Strutz ist die logische Konsequenz aus den Entwicklungen der vergangenen Wochen und Monate. Der Druck auf den Präsidenten des 1. FSV Mainz 05 wurde immer größer. Misstrauen im Vorstand, Kritik von den Sponsoren, peinliche Debatten in der Öffentlichkeit – es ging einfach nicht mehr.

Ein weiteres Engagement in einer neuen Struktur war und ist auf dieser Basis nicht vorstellbar. Dafür hatte sich Strutz zuletzt viel zu sehr isoliert. Es ging zuletzt nur noch um den im Wahlkampf-Modus befindlichen Präsidenten und nicht mehr um den Verein oder dessen neue Satzung. Dadurch hat Mainz 05 in der öffentlichen Wahrnehmung einen enormen Imageschaden erlitten. Mit seiner Entscheidung ebnet Harald Strutz nun den Weg, dass sich der Verein in einer neuen Struktur unter einer neuen Führung professionell und ohne Altlasten aufstellen kann.

Auch wenn Strutz‘ Lebenswerk zuletzt deutliche Kratzer abbekommen hat, sind seine Verdienste rund um Mainz 05 zu würdigen. Ohne diesen Präsidenten, der vor 28 Jahren den Verein in großer Not übernommen hatte, würde 05 nicht dort stehen, wo der Verein heute steht. Vom finanziell schwer angeschlagenen Amateurklub hin zum etablierten Bundesligisten mit einem Umsatz von 100 Millionen Euro – eine Erfolgsgeschichte, die ohne den Macher Heidel und den Frontmann Strutz nicht möglich gewesen wäre. Es ist nur bitter, dass diese unvergleichliche Ära so zu Ende gehen muss.