Hat Mainz 05-Kapitän Niakhaté einen neuen Verein gefunden?

aus Mainz 05

Thema folgen
Der Mainzer Moussa Niakhate. Foto: dpa

Moussa Niakhaté steht möglicherweise vor einem Wechsel von Mainz 05 auf die britische Insel. Medienberichten zufolge ist sich der 26-Jährige schon mit seinem neuen Verein einig.

Anzeige

MAINZ. Die Zukunft von Moussa Niakhaté könnte sich nun doch schneller klären als zunächst gedacht. Der 26 Jahre alte Kapitän des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05 wird mit dem englischen Premier-League-Aufsteiger Nottingham Forest nicht nur in Verbindung gebracht. Nach Informationen von „Sky“ hat Niakhaté sogar schon mit Nottingham Forest Einigkeit erzielt. Da der Profi allerdings bei den 05ern einen noch bis 2023 laufenden Vertrag hat, kann ein Transfer nicht ohne eine Einigung mit den Mainzern erfolgen. Die erwarten eine adäquate Ablösesumme für ihren Spieler, die auf jeden Fall im zweistelligen Millionen-Euro-Bereich liegen soll. Es läuft auf spannende Verhandlungen hinaus.

Selbst wenn sich Niakhaté und Nottingham einig sein sollten, kann es sich also noch einige Zeit hinziehen, bis ein Transfer zustande kommt. Die Mainzer sind dabei in einer komfortablen Situation, da sich Niakhaté durch überzeugende Leistungen auf dem Platz und als Führungsspieler in den Fokus gespielt hat. „Die Nachfrage regelt den Preis“, sagte Heidel am Freitag gegenüber dieser Zeitung ganz allgemein zu einem möglichen Niakhaté-Abgang. Mehrere englische Clubs sollen an einer Verpflichtung des Profis interessiert sein.

Sportvorstand Christian Heidel gibt sich gelassen

Dass der in Frankreich aufgewachsene und künftig für die senegalesische Nationalelf spielende Verteidiger die 05er in diesem Sommer verlässt, war schon lange absehbar. Schon in der Schlussphase der vergangenen Saison hatte sich der Mainzer Coach Bo Svensson darauf eingestellt. Auf die Frage, ob er mit einem Abgang von Niakhaté und/oder dem inzwischen zu Sporting Lissabon gewechselten Jeremiah St. Juste rechnet, sagte der Däne im April dieser Zeitung: „Es kann sein, dass beide gehen. Es kann auch sein, dass einer bleibt. Zu glauben, dass beide bleiben, ist sehr optimistisch.“ Und die Nachfrage, wie er dann weiter plant, ergänzte Svensson: „Falls es so kommt, dass sie uns verlassen, bin ich sehr dankbar für die Zeit mit ihnen hier. Wir müssen dann versuchen, sie zu ersetzen.“

Anzeige

Sportvorstand Christian Heidel zeigte sich in dieser Personalie stets gelassen. „Wir haben da keinen Druck“, sagte er am Freitag noch einmal, nachdem er zuvor schon einmal betont hatte: „Wenn uns Moussa verlässt, dann sind wir darauf vorbereitet.“ Sprich: Dann werden die Mainzer einen weiteren Innenverteidiger holen. Der Sportvorstand sieht die 05er für die neue Saison auf der Innenverteidiger-Position gut aufgestellt. Trainer Bo Svensson kann auf dieser Position unter anderem Stefan Bell, Alexander Hack, Zugang Maxim Leitsch und Niklas Tauer einsetzen. Auch der weitere Zugang Anthony Caci sowie die eigentlichen Außenspieler Danny da Costa und Silvan Widmer können einen Position in der Abwehrzentrale besetzen. Wenn dazu noch ein hochkarätiger Niakhaté-Ersatz kommt, hätte Svensson hier eine gute Auswahl.

Mehr Aktuelles zu Mainz 05: Hier klicken

Ob Niakhaté beim Trainingsauftakt der 05er an diesem Dienstag dabei ist, ist nach der neuesten Entwicklung also noch offen. Theoretisch ist es sogar denkbar, dass der bisherige Kapitän selbst bei einem Wechsel in diesem Sommer noch das ein oder andere Punktspiel für die Mainzer bestreitet. Am 31. Juli um 18 Uhr treten die 05er im DFB-Pokal, eine Woche später spielen die Mainzer zum Bundesliga-Auftakt beim VfL Bochum. Die Transferfrist endet hingegen erst am 1. September. Möglich also, dass ein Wechsel erst im Laufe des Augusts über die Bühne geht. Durch die mutmaßliche Einigung mit Nottingham Forest könnte nun aber Tempo in die Entscheidung kommen.