Frühere Profis des FSV Mainz 05 suchen neue Klubs

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Nicolai Müller (links) hat erklärt, den Hamburger SV zu verlassen. Archivfoto: imago  Foto:

Nicolai Müller hatte sich am Bruchweg in die deutsche Nationalmannschaft gespielt. Auch Yunus Malli oder Eugen Polanski hatten beim FSV Mainz 05 eine erfolgreiche Zeit. Nun...

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MAINZ. Fußballer geben ihre Zukunftsplanung inzwischen gerne über Soziale Medien bekannt. Nicolai Müller wählte seinen Instagram-Account, um nun zu erklären, dass er den Bundesliga-Absteiger Hamburger SV verlassen wird. Es sei an der Zeit, etwas Neues zu machen, schrieb Müller. Was dieses Neue sein wird, ließ er aber offen.

Etwa der FSV Mainz 05? Der Verein, in dem er sich zum Nationalspieler entwickelte und von dem aus er 2014 für 4,5 Millionen Euro zum HSV gewechselt war? Der Verein, in dem seine enger Freund René Adler spielt? Vermutlich nicht. Von seinem sportlichen Können her könnte Müller nach überstandenem Kreuzbandriss zwar ein Gewinn für den Mainzer Kader sein. Doch geht die Wahrscheinlichkeit auf eine Rückkehr an den Bruchweg gegen null. Unter anderem, weil Müller als Zugang beim FC Schalke 04 und beim VfL Wolfsburg gehandelt wird. Und die spielen nach wie vor finanziell in einer anderen Liga als die 05er.

Ähnlich ist die Situation bei Yunus Malli. Der offensive Mittelfeldspieler gehört beim VfL Wolfsburg zu den Profis, denen die sportliche Leitung einen Wechsel nahe gelegt haben soll. 12,5 Millionen Euro betrug die Ablösesumme, als Malli im Januar 2017 nach Wolfsburg wechselte. Er ging auch deshalb zum VfL, weil er dort deutlich mehr verdiente. Dass er danach zweimal im Abstiegskampf stand, dürfte seinem Marktwert und seinen Gehaltsmöglichkeiten wenig genommen haben. Und damit passt er nicht in die finanziellen Möglichkeiten der 05er.

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Rückkehr-Aktionen funktionieren selten

Anders liegt der Fall bei Eugen Polanski, der am 1. Juli vertragslos wird. Der frühere Mainzer kam bei 1899 Hoffenheim allerdings in der vergangenen Saison nur noch zu wenigen Bundesliga-Einsätzen. Zudem biegt er mit 32 Jahren auf die Zielgerade seiner Karriere ein. Finanzierbar wäre eine Verpflichtung des Deutsch-Polen zwar, sportlich passt er allerdings kaum ins Mainzer Gefüge.

Die Wahrscheinlichkeit, im Sommer einen Rückkehrer am Bruchweg zu begrüßen, ist also zumindest mit Blick auf die aktuell auf dem Markt gehandelten Spieler gering. Die Bundesliga-Historie zeigt, dass Rückkehr-Aktionen ohnehin eher selten funktionieren. Ein Beispiel dafür gibt es auch im aktuellen Mainzer Kader, in dem der im vergangenen Winter verpflichtete Stürmer Anthony Ujah bisher nur wenig Einsatzzeit erhielt und seitdem auch noch ohne Pflichtspieltor ist.

Gute Erinnerungen an Friedrich und Zidan

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Doch gibt es in der jüngeren Mainzer Vereinsgeschichte auch zwei Profis, die auch nach einer Rückkehr glänzten. Manuel Friedrich war nach seiner Zeit bei Werder Bremen in den ersten drei Mainzer Bundesliga-Jahren von 2004 bis 2007 eine große Stütze in der Verteidigung und spielte sich durch seine Leistungen sogar ins deutsche Nationalteam. Stürmer Mohamed Zidan kam ebenfalls aus Bremen zurück, und er hätte die 05er im Jahr 2007 fast ein zweites Mal zum Klassenerhalt geschossen. Im Winter 2012 schloss sich der Ägypter sogar ein drittes Mal den Mainzern an, und auch da bewies er seine Torjägerqualitäten.