Eintracht: Götze-Deal vor Abschluss?

aus Eintracht Frankfurt

Thema folgen
Sportvorstand Markus Krösche bezieht Stellung zu den Diskussionsthemen bei Eintracht Frankfurt. Foto: dpa

Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche erläutert, wie es um die viel diskutierten Personalien im Kader steht. Rund um Mario Götze könnte noch am Montag die Entscheidung fallen.

Anzeige

FRANKFURT. Wie verschiedene Medien berichten, soll sich die Eintracht mit Mario Götze weitestgehend über einen Wechsel einig sein. Eine Unterschrift gebe es bislang aber noch nicht. Zum Trainingsauftakt der PSV Eindhoven am Montag werde der Mittelfeldspieler nicht mehr erwartet, der Eintracht-Aufsichtsrat soll am Montag entscheiden - und damit zumindest von Frankfurter Seite aus grünes Licht für den Deal geben, schreibt Sport1.

„Ich werde meine Karriere definitiv bei der Eintracht beenden“, hat Martin Hinteregger in mehreren Interviews gesagt. Und „TyC Sports“ aus Argentinien hat berichtet, dass Nicolas Castro schon bald zur medizinischen Untersuchung nach Frankfurt kommen werde. Wir haben mit Eintracht-Sportvorstand Markus Krösche gesprochen und folgende Antworten erhalten.

Der „Fall Kostic“: Die „Filip Kostic mit Juventus einig“, „Gazetta dello Sport“ behauptet, Kostic (29) werde beim italienischen Rekordmeister einen Dreijahresvertrag unterschreiben, der ihm 2,5 Millionen Euro pro Saison einbringen soll. Die Eintracht werde als Ablösesumme 15 Millionen Euro erhalten. „Wir haben noch gar nichts gehört von Juventus“, sagte Markus Krösche am Sonntag. Er stehe im Kontakt mit Kostics Berater, der habe ihm aber keinerlei Entscheidung mitgeteilt, sondern lediglich angekündigt, dass er sich mit seinem Klienten nach dessen Rückkehr von der Nationalmannschaft „besprechen“ werde. Es gebe keine Absage an die Eintracht und keine Zusage an Juventus. Krösche: „Es hat sich nichts verändert seit letzter Woche.“

Anzeige

Der „Fall Götze“: Mit Weltmeister Mario Götze (30) hat sich Krösche vorletzte Woche auf Mallorca getroffen und das Interesse der Eintracht bekundet. Das bestreitet der Frankfurter Sportchef nicht. Götze darf die PSV Eindhoven für eine festgeschriebene Ablösesumme von vier Millionen Euro verlassen. Ihm liegen auch Angebote von Benfica Lissabon und Inter Miami (USA) vor. Die Eintracht hofft, dass sich der 30 Jahre alte Mittelfeldspieler für eine Rückkehr in die Bundesliga entscheidet. Krösche wollte nicht ausschließen, „dass es bald eine Entscheidung gibt“ - die scheint nun zum Greifen nahe.

Der „Fall Hinteregger“: In einem Interview mit Sky hat Hinteregger seine sportliche Zukunft klargestellt. Danach will er seinen Vertrag bei der Eintracht (bis 2024) auf jeden Fall erfüllen und denke „nicht eine Sekunde darüber nach, zu wechseln.“ Meldungen über einen Transfer zu Hertha BSC seien „völliger Blödsinn“. Hinteregger will die Irritationen rund um die inzwischen beendete Zusammenarbeit mit dem rechtspopulistischen Heinrich Sickl im Rahmen des „Hinti-Cups“ in einem Gespräch mit Krösche ausräumen. „Ich starte nach meiner Oberschenkelverletzung am Montag in Frankfurt mit der Reha“, sagte er, „dann wird es ein Gespräch mit der Eintracht geben.“ Markus Krösche hat diesen Zeitplan bestätigt.

Hinteregger fühlt sich nach den Enthüllungen des Journalisten Michael Bonvalot (wir berichteten), als „Spielball irgendwelcher politischer Sachen“. Er habe nichts gewusst von Sickls politischem Hintergrund. „Wenn mich einer gewarnt hätte, hätte ich es anders gemacht“, sagte er Sky, „im Nachhinein ist man immer gescheiter“. Er habe mit der ganzen Sache „hinten und vorne nichts zu tun“ und sei Opfer einer „medialen Hetzjagd“. Gerade von den Fans der Eintracht erfahre er „große Unterstützung“, auch das Turnier sei ein voller Erfolg. Hinteregger: „Die Kinder hatten Tränen der Freude in den Augen.“ Große Teile der Einnahmen werde er an die „Kinderkrebshilfe Kärnten“ spenden. Trotz allem wird Hinteregger dem Eintracht-Boss vieles erklären müssen.

Anzeige

Der „Fall Alario“: Dass die Eintracht den argentinischen Angreifer von Bayer Leverkusen gerne hätte, räumt Krösche ein. Eine Einigung mit dem Spieler wollte der Eintracht-Chef nicht bestätigen, doch trifft dies wohl zu. Die Ablösesumme soll 6,5 Millionen Euro betragen, die Eintracht will den „Werksklub“ noch ein wenig runterhandeln.

Der „Fall Castro“: Nicolas Castro ist ein 21 Jahre alter offensiver Mittelfeldspieler der „Newells Old Boys“ aus Argentinien. Für ihn habe die Eintracht ein Angebot abgegeben, das der Klub wohl annehmen werde, schreibt „TyC Sports“. Demnach müssten nur noch die Verträge ausgearbeitet werden, im Anschluss reise Castro zum Medizincheck nach Frankfurt. Der Wechsel könne „in den nächsten Stunden über die Bühne gehen“, der 21-Jährige erhalte einen Vertrag bis 2027. Laut der Tageszeitung La Capital belaufe sich die Ablöse auf 4 Millionen Euro. Krösche: „Das ist akut nichts dran“. Soll wohl heißen: Interesse ja, die Verhandlungen aber sind längst noch nicht so weit fortgeschritten wie berichtet.

Mehr Aktuelles zu Eintracht Frankfurt: Hier klicken