Zwei Tore, kein Sieger: Eintracht mit Remis gegen Freiburg

aus Eintracht Frankfurt

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Freiburgs Lucas Höler (Mitte) in Aktion gegen Frankfurts Djibril Sow (li.) und Frankfurts Mario Götze.

Eintracht Frankfurt ist die Rolle als Bayern-Jäger Nummer eins vorerst wieder los - in Freiburg reichte es nur zu einem Unentschieden.

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Freiburg. Der Start der Frankfurter Eintracht ins neue Jahr ist geglückt. Nach dem 3:0-Heimsieg gegen Schalke, erreichten die Frankfurter nun beim SC Freiburg ein 1:1 (1:0). Damit steht die Eintracht nach Ende der Vorrunde auf dem vierten Platz, der die Qualifikation für die Champions-League bedeuten würde. Randal Kolo Muani hatte die Eintracht in Führung gebracht, Mathias Ginter den verdienten Ausgleich für die Gastgeber erzielt. Vor 34.700 Zuschauern im ausverkauften Europa-Park-Stadion hatte die Eintracht in beiden Halbzeiten Mühe ins Spiel zu kommen, konnte sich aber danach jeweils steigern. Die Abwehr, die am Anfang noch ziemlich unsicher wirkte, spielte nach dem Wechsel dann doch stabiler. Torwart Diant Ramaj, der den erkrankten Kevin Trapp vertrat, zeigte eine Leistung ohne Fehl und Tadel.

Den ersten Rückschlag mussten die Frankfurter schon ein paar Stunden vor dem Anpfiff hinnehmen. Wegen einer Erkältung musste Torwart Kevin Trapp passen. Für ihn stand Diant Ramaj im Tor, es war erst sein zweites Bundesligaspiel. Die anderen Umstellungen waren erwartet worden. Für den Langzeitverletzten Junior Ebimbe kam Tuta ins Team, für Kristijan Jakic Christopher Lenz. Das führte zu einigen Änderungen. Tuta spielte in der Dreierkette, Ansgar Knauff wechselte von links nach rechts, Lenz verteidigte links.

Früher Druck von Freiburg

Bei den Freiburgern merkte man von Beginn an, dass sie nach dem 0:6 von Wolfsburg was gutzumachen hatten. Sie drückten aufs Tempo, setzten die Eintracht früh unter Druck, gewannen auch die Mehrzahl an Zweikämpfen. Die Frankfurter waren irgendwie nicht richtig da, das Spiel nach vorne klappte überhaupt nicht, Entlastung gab es lange Zeit nicht. Die Abwehr stand massiv unter Druck, war durchaus fehlerhaft, aber alle stemmten sich gegen die Wucht der Gastgeber. Aufregung schon nach sechs Minuten, als sich Lenz bei einem Zweikampf offenbar ein Glied an einem Finger auskugelte und erst einmal draußen behandelt werden musste. Mit einem kleinen Verband ging es bald weiter. In der 15. Minute rettete Djibril Sow, der diesmal Kapitän der Mannschaft war, mit einer „Monstergrätsche“ gegen Michael Gregoritsch. In der 28. Minute traf Doan nach einer Flanke von Gregoritsch den Ball nicht richtig und schoss hoch drüber. Zwei, drei andere Schüsse entschärfte Ramaj mit viel Ruhe.

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Es dauerte bis zur 40. Minute, ehe die Eintracht überhaupt den ersten Ball Richtung Freiburger Tor brachte. Es war ein harmloses Schüsschen von Kolo Muani, der Torhüter Mark Flekken keine Mühe bereitete. Drei Minuten später sah das ganz anders aus. Mario Götze hatte den Ball hoch in den Strafraum gebracht, Muani hatte ihn angenommen, sich noch einmal selbst vorgelegt und aus 18 Metern abgezogen. Knallhart und flach rauschte der Ball ins rechte untere Eck zur Führung der Eintracht. Wie schon beim 3:0 gegen Schalke also Effektivität pur bei der Frankfurter Offensive. Die Führung hielt bis zur Pause, aber sie hielt nicht lange. Denn in der 47. Minute gelang den Freiburgern der verdiente Ausgleich. Den ersten Eckball des Spiels hatte die Eintracht noch abgewehrt, aber die Flanke danach haben sie dann schlecht verteidigt. Günther brachte den Ball nach innen und Abwehrkollege Matthias Ginter köpfte unbedrängt ein. Kamada hatte schlicht geschlafen und den Nationalspieler aus den Augen verloren.

Nun lief das Spiel wieder wie zu Beginn. Freiburg stürmte, drückte mit Macht auf den zweiten Treffer. Und die Eintracht wehrte sich mit viel Einsatz und Leidenschaft. Die größte Chance für die Freiburger entstand aus einem gefährlichen Querschläger von Christopher Lenz. Fast ein Eigentor, doch Ramaj klärte sicher. Nach gute einer Stunde begann das große Wechseln auf beiden Seiten. Bei den Frankfurtern kamen Sebastian Rode, Aurelio Buta und später noch Rafael Borré. Das Spiel wurde damit besser, vor allem ruhiger, die Überlegenheit der Freiburger war gebrochen. Freiburgs setzte nun auf Vincenzo Grifo, der nach einer Krankheit nur Luft für ein paar Minuten hatte. Doch der ehemalige Frankfurter, er spielte einst für den FSV, wirkte müde und wurde nicht wirklich gefährlich. Die einzige Gelegenheit in der Schlussphase hatte die Eintracht, Borré scheiterte mit einem Flachschuss an Torwart Flekken.