Eintracht Frankfurt fertigt Vaduz in der Europa-League-Quali ab

aus Eintracht Frankfurt

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Frankfurter Spieler jubeln nach Filip Kostics (Mitte) Treffer zum 1:0.   Foto: dpa

Eintracht Frankfurt ließ dem FC Vaduz am Donnerstagabend nicht viele Chancen. Die Hessen siegten gegen die Liechtensteiner deutlich mit 5:0.

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FRANKFURT. Die Frankfurter Eintracht steht schon nach dem Hinspiel ihrer zweiten Qualifikationsrunde für die Europa-League (EL) mit mehr als einem Bein in den „Play-Offs“ in denen vermutlich Racing Strasbourg (1:0 in Plovdiv) der Gegner sein wird. Im Gegensatz zu den Spielen gegen Flora Tallinn, zweimal 2:1, wurden die Frankfurter vom FC Vaduz in keiner Phase des Spiels richtig gefordert. Dementsprechend deutlich fiel der Erfolg mit 5:0 (3:0) auch aus, Filip Kostic (2), Dominik Kohr, Goncalo Paciencia und Mijat Gcainovic erzielten die Treffer. Das Rückspiel am nächsten Donnerstag in der ausverkauften Frankfurter Arena ist damit nur noch Formsache und gibt Trainer Adi Hütter und den Spielern die Gelegenheit, sich mit aller Konzentration und ohne Rücksicht auf internationale Verpflichtungen auf das DFB-Pokalspiel am Sonntag beim SV Waldhof Mannheim vorzubereiten.

Mehr als 3000 Frankfurter Anhänger unter den knapp 6000 Zuschauern im Rheinpark-Stadion, darunter die komplette Führungsriege mit Aufsichtsratschef Wolfgang Steubing, seinem Stellvertreter Philipp Holzer, Präsident Peter Fischer sowie den Vorstandsmitgliedern Fredi Bobic und Axel Hellmann, hatten schon das Spiel im Fürstentum Liechtenstein zu einem Heimspiel gemacht. Frankfurt beherrschte die Partie von der ersten bis zur letzten Minute auf den Rängen und auf dem Platz.

Einer ist kaum zurück in Frankfurt und stand schon wieder in der Anfangself: Martin Hinteregger durfte anfangen und wurde von den Fans begeistert gefeiert. Zum ersten Mal dabei auch Gelson Fernandes, der überraschend für Lucas Torró spielte. Auf Almamy Tourés schwache Leistung zuletzt reagierte der Trainer prompt mit einem Platz auf der Tribüne. Erik Durm musste wegen leichter Verletzungsproblemen gleich ganz zu Hause bleiben. Und Ante Rebic durfte sich nach seinen Rückenproblemen der letzten Wochen nochmal auf der Bank ausruhen. Schnell stellte sich heraus, dass die Aufstellung keine wirklich große Rolle spielen würde, zu überlegen waren die Frankfurter den dem Schweizer Zweitligisten, der sich als Pokalsieger Liechtensteins für die EL qualifiziert hatte. Schon nach einer Minute hatten Kostic und Hinteregger zwei Gelegenheiten vergeben. Es brauchte dann trotzdem zwei unglückliche Aktionen von Vaduz` Torhüter Benjamin Büchel, die die Eintracht nach vorne brachte. Der 30-Meter-Schuss von Kostic in der 30.,Minute war ebensowenig unhaltbar wie Kostics Flachschuss in der 27.Minute ins kurze Eck.

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Klare Überlegenheit

Die Überlegenheit der Hessen war frappierend, obwohl spielerisch noch nicht wirklich alles flüssig lief. Doch die individuelle Klasse machte diese Mängel im Zusammenspiel mehr als wett. Kostic zum Beispiel war schlicht viel zu schnell für die Abwehrspieler der Gastgeber, Kamada war zu trickreich und Hinteregger zu zweikampfstark, um nur ein Trio zu nennen. Ein paar andere Frankfurter dagegen hatten durchaus Probleme. Gacinovic brauchte sehr lange, um ins spiel zu kommen, Fernandes und Kohr erkämpften viele Bälle, fielen aber auch durch unnötige Fouls auf und Paciencia gelang es häufig nicht, die Bälle „festzumachen“. Das alles spielte diesmal keine große Rolle. Chancen gab es auch so immer wieder. In der 41. Minute das 3:0. Nach einem Eckstoß von Kamada stocherte Kohr den Ball aus kurzer Distanz über die Linie.

Die Überlegenheit setzte sich nach der Pause genauso fort. Leicht und locker ging das spiel der Eintracht von der Hand. Und es fielen weitere Tore. In der 53. Minute flankte Kostic präzise auf den Kopf von Paciencia, der aus kurzer Distanz keine große Mühe seinen dritten EL-Treffer in dieser Saison zu erzielen. Besonderen Jubel löste der fünfte Treffer aus. Grund. Mijat Gacinovic, seit einiger Zeit sichtbar unglücklich, weil ihm nicht viel gelingen wollte, war der Schütze. Nach Vorarbeit von Kohr und Da Costa hatte er in der 63.Minute wenig Mühe den Ball ins leere Tor zu schieben, danach umso mehr Mühe, die vor Freude auf ihm liegenden Kollegen wieder abzuschütteln.

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Zwanzig Minuten vor dem Ende war es dann auch Zeit fürs Comeback von Ante Rebic. Er kam für Paciencia ins Spiel, mit ihm Dejan Joveljic für Kamada und kurz zuvor De Guzman für Fernandes. Die haushohe Überlegenheit hielt natürlich an, Rebic traf nochmal die Latte, doch es blieb beim 5:0.

Von Peppi Schmitt