Eintracht Frankfurt besiegt Erzgebirge Aue im 135-Minuten-Test...

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Mijat Gacinovic (r.) und Sebastien Haller nach dem 3:0 für die Eintracht. Foto: Jan Hübner

Einen ordentlichen Test absolvierte Eintracht Frankfurt am Samstag im Trainingslager in Spanien. Die SGE besiegte Zweitligist Erzgebirge Aue in drei Mal 45 Minuten mit 3:1...

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ALICANTE. Ordentlicher 135-Minuten-Test der Frankfurter Eintracht eine Woche vor dem Rückrunden-Start gegen den SC Freiburg: Der hessische Fußball-Bundesligist besiegte im Rahmen des Trainingslagers in San Pedro Zweitligist Erzgebirge Aue mit 3:1 (0:0/3:0). Sébastien Haller (52.), Branimir Hrgota (66.) und Mijat Gacinovic (90.) trafen vor rund 150 mitgereisten Fans an der Costa Blanca für die Eintracht, die nach zähem Beginn vor allem im zweiten Durchgang zu überzeugen wussten. Calogero Rizzuto (108.) war für die Sachsen erfolgreich.

Beide Clubs hatten vereinbart, drei Mal 45 Minuten zu bestreiten. Die über die gesamte Spieldauer dominant auftretenden Frankfurter mussten wenige Kilometer von ihrem Teamhotel entfernt auf David Abraham (Wade) und Taleb Tawatha (leichte Blessuren) verzichten. Kapitän Abraham dürfte wohl auch nächste Woche ausfallen. Sorgen macht sich die SGE zudem um Marius Wolf: Der Rechtsverteidiger musste in der 80. Minute ausgewechselt werden. Wolf griff sich an die Leiste, eine genaue Diagnose steht noch aus. Erster Verdacht: eine Muskelverhärtung. Am Sonntag reisen die Hessen nach sechs Tagen in Spanien zurück in die Heimat.

Mögliche Startelf im ersten Drittel

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Eintracht-Trainer Niko Kovac schickte zu Beginn jene Elf auf den Rasen, die mutmaßlich auch kommenden Samstag anfangen könnte. Mit Marco Russ in der Dreierkette, da mit Simon Falette (Gelbsperre) ein weiterer Innenverteidiger im Breisgau fehlen wird. Es ist davon auszugehen, dass einzig Gacinovic für Aymen Barkok in die Startformation rücken dürfte. Gacinovic plagte dieser Tage in Bluterguss im Fuß, Kovac wollte zunächst auf den Serben verzichten, brachte diesen dann aber doch in der 82. Minute. Marco Fabiàn und Omar Mascarell feierten gegen Aue ihre Comebacks, brauchen nach Aussagen von Kovac aber noch etwas Zeit.

Aue erwies sich als idealer Testgegner für die Frankfurter, denn auch die Freiburger dürften sehr tief stehen. Die Eintracht hatte in den Tagen zuvor intensiv an der Spieleröffnung gearbeitet - zu sehen war davon aber lange nicht allzu viel. Die Bundesliga-Profis taten sich, vermutlich steckten ihnen die schweißtreibenden Einheiten in den Knochen, schwer, die Lücke zu finden. Die Eintracht hatte zwar klar mehr Ballbesitz, allerdings keine nennenswerten Chancen. Ein Freistoß von Jetro Willems (14.) aus 23 Metern, den Aue-Keeper Martin Männel mühelos hielt - das war es. Auf der anderen Seite rettete SGE-Torwart Lukas Hradecky stark gegen Pascal Köpke (19.).

Mit Hrgota besser im Spiel

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Zu Beginn des zweiten Abschnitts brachte Kovac Hrgota für Ante Rebic. Die Eintracht war nun deutlich besser im Spiel, zog häufiger zum Tor. Und belohnte sich: Haller zielte in der 50. Minute noch knapp daneben, zwei Minuten später traf der Franzose nach einer Wolf-Ecke aus elf Metern perfekt in den Winkel. Nach einer Ecke der Auer schliefen die Frankfurter, Köpke zog aus kurzer Distanz stramm ab, Hradecky parierte (64.). 120 Sekunden danach war Hrgota nach Zuspiel von Barkok zur Stelle, machte das 2:0. Mit Abpfiff der zweiten 45 Minuten schoss Gacinovic nach Haller-Vorlage flach ins Eck - das 3:0. Hrgota zeigte sich genauso wie alle Frankfurter zufrieden mit dem Test: „Wir haben eine gute Leistung geboten. Mit einem Sieg nach Hause zu fahren, tut immer gut.“

Im dritten Durchgang gab Kovac wie geplant den Reservisten Spielpraxis, wechselte acht frische Kräfte ein. Die Frankfurter kontrollierten weiter die Partie, strahlten aber keine große Torgefahr aus. In der 108. Minute nahm dann Rizzuto, ziemlich ungedeckt im Gewühl, Maß, traf genau ins lange Eck. Es blieb beim 3:1.