Bei den Adlern Mannheim glätten sich die Wogen

Aussprache nach Wirbel um Corona-kritische Aussagen von Trainer Pavel Gross, dazu ein glatter Sieg bei den Kölner Haien.

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MANNHEIM. (bore). Das Jahr 2021 endete für die Mannheimer Adler auf und neben dem Eis nicht gut. Doch nach dem ersten Wochenende im neuen Jahr ist beim Tabellendritten der Deutschen Eishockey-Liga erst einmal alles wieder im Lot.

An Silvester sah es jedenfalls so aus, als müsse Pavel Gross demnächst die Koffer packen. Der Trainer der Adler hatte nach dem 5:1-Sieg in München am Zweiten Weihnachtsfeiertag das Fehlen seines Spielers Thomas Larkin kritisiert. Der Verteidiger durfte wegen eines Omikron-Falles im Umfeld nicht auflaufen. Daraufhin war Adler-Gesellschafter Daniel Hopp in der Öffentlichkeit auf Distanz zu Gross gegangen.

Auch sportlich lief es in den letzten Dezember-Tagen nicht gut. Nach der Niederlage am Dienstag gegen die Wolfsburg Grizzlys unterlagen die Adler am Donnerstagabend trotz einer 4:1-Führung noch mit 4:5 bei den Bietigheim Steelers. „Wir haben 40 Minuten ein solides Spiel gespielt, aber ein Spiel dauert eben 60 Minuten“, sagte Gross.

Tags drauf gab es dann ein Gespräch zwischen dem Corona-kritischen Adler-Trainer und Daniel Hopp. Und es ging gut aus. „Wir haben ein sehr ruhiges und konstruktives Gespräch geführt, um die bestehenden Differenzen aus der Welt zu schaffen. Das ist uns auch gelungen. Damit hat sich für mich das Thema erst einmal erledigt“, wird Hopp in einer Mitteilung des Clubs zitiert. Gross befand: „Ich bin froh, dass wir über das Thema gesprochen und unsere Meinungen auf einer sachlichen Ebene ausgetauscht haben. Wir konzentrieren uns jetzt auf das Sportliche.“

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Und das klärende Gespräch schien das Adler-Team am Sonntag bei den Kölner Haien beflügelt haben. Mit einem souveränen 5:1 (1:0, 3:0, 1:1)-Sieg meldeten sich die Mannheimer im Kampf um die ersten beiden Tabellenplätze zurück.

Die Adler starteten stark, ein Powerplay nutzte Markus Eisenschmid nach Vorarbeit von Tim Wohlgemuth zur Führung (3.). Im zweiten Drittel zeigten sich die Mannheimer effektiv. Jason Bast sorgte mit einer Einzelaktion für das 2:0. (28.). Und erneut mit einem Mann mehr auf dem Eis legte Wohlgemuth zum 3:0 nach (35.). Die Haie brachten sich mit viele Strafzeiten selbst in die Bredouille. Nigel Dawes erhöhte auf 4:0 (39.). Auch im Schlussabschnitt hatten die Adler alles im Griff.

„Wir waren auch in der Folge in nummerischer Überlegenheit effizient. Dennis Endras hat stark gehalten. Insgesamt haben wir aus dem Spiel in Bietigheim gelernt“, lobte Gross. In der Tabelle sind die Mannheimer wieder an den Wolfsburger Grizzlys dran, müssen Dienstag um 18.30 Uhr bei den Nürnberg Ice Tiger ran.

Kölner Haie – Adler Mannheim 1:5 (0:1, 0:3, 1:1). Tore: 0:1 Eisenschmid (2:48), 0:2 Bast (27:28), 0:3 Wohlgemuth (34:21), 0:4 Dawes (38:44), 0:5 Tosto (54:54), 1:5 Kammerer (56:56). – Schiedsrichter: Rantala/Schrader (Finnland/Essen). – Strafminuten: 15:10.

Bietigheim Steelers – Adler Mannheim 5:4 (1:1, 0:3, 4:0). Tore: 0:1 Krämmer (4:43), 1:1 Smereck (6:17), 1:2 Dawes (20:58), 1:3 D. Wolf (31:52), 1:4 Dawes (34:55), 2:4 Stretch (44:57), 3:4 Sheen (47:39), 4:4 Ranford (54:02), 5:4 Smereck (56:24). – Schiedsrichter: Kopitz/Reneau (Berlin/USA). – Strafminuten: 4:6.