Badespaß in den Bergen

Der Achensee ist mit seinen 6,8 Quadratkilometern Größe der größte See Tirols. Foto:Eco Nova/Tom Baus

Surfen, Segeln, Sonnenbaden – dafür muss man nicht ans Mittelmeer. In Österreich gibt es Seen für jeden Anspruch.

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. Was gibt es Schöneres, als einen heißen Sommertag segelnd, surfend oder schwimmend an einem See zu verbringen? Oder sich nach einer Wanderung in einem Bergsee zu erfrischen und an dessen Ufer den Sonnenuntergang zu genießen? In Österreich warten unzählige Seen darauf, entdeckt zu werden. Die meisten sind nicht nur malerisch gelegen, sondern haben auch noch Trinkwasserqualität. Das sind unsere sieben Favoriten für ultimative Seefreuden made in Austria.

Der Achensee ist mit seinen 6,8 Quadratkilometern Größe der größte See Tirols. Foto:Eco Nova/Tom Baus
Mit 28 Grad Wassertemperatur ist der Pressegger See deutlich wärmer als die meisten österreichischen Seen. Foto: Daniel Zupanc
Wasserspaß beim Tuberiding im Gummireifen. Der Wolfgangsee gilt als Wassersportrevier. Foto: WTG/Wolfgang Stadle

Wörthersee: Fotogener Klassiker und SUP-Paradies

„Ein Schloss am Wörthersee“, „Die Supernasen“ oder „Zodiak“ – die Liste an Filmproduktionen, die an den Ufern des Wörthersees gedreht wurden, ist lang. Sportbegeisterte schauen jedes Jahr im Juli gebannt an den Wörthersee, wenn dort der Ironman Austria Triathlon stattfindet. Coronabedingt wurde er auf den 20. September verschoben. Sonnenbaden und Wassersport ist jedoch jetzt schon erlaubt. Beispielsweise im großen Strandbad von Klagenfurt. Entspannter lässt man sich in den kleineren Strandbädern Loretto und Maiernigg die Sonne auf den Bauch scheinen. Lust auf Stand-Up-Paddeln? Gut eine Stunde dauert die Tour vom Lendkanal aus, vorbei am Strandbad Maiernigg bis zum „Schwarzen Felsen“, dann quer über den See in Richtung Krumpendorf weiter östlich am Nordufer, zurück vorbei am Strandbad Klagenfurt zum Lendspitz.

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Pressegger See: Wie in der Badewanne

Für einen gelungenen Tapetenwechsel im kühlen Nass eignet sich auch ein Geheimtipp im Süden Kärntens: der Pressegger See. Mit 28 Grad Celsius Wassertemperatur und Trinkwasserqualität ist er das perfekte Urlaubsziel für aktive Familien. Die Badesaison an der größten „Badewanne des Gailtals“ startet im Frühsommer. Wer lieber Libellen, Fische und Teichrosen statt Touristen zählt, ist hier genau richtig. Für Entspannung sorgen Aktivitäten wie Schwimmen, Angeln, Surfen oder Stand-up-Paddling. Keine Aktivität im eigentlichen Sinne, aber mindestens genauso entschleunigend: der Blick auf die sich spiegelnde Wasseroberfläche.

Hintersteiner See: Des Wilden Kaisers Bad

Ein Naturjuwel, das man gesehen haben muss: Der Hintersteiner See oberhalb von Scheffau gilt als einer der schönsten und saubersten Gebirgsseen Tirols. Er liegt mitten im Naturschutzgebiet Kaisergebirge, zu Füßen des majestätischen Wilden Kaisers. Es gibt nichts Schöneres, als nach einer ausgedehnten Wanderung im Kaisergebirge in dem kristallklaren Wasser zu baden oder seinen Durst zu löschen. Unterirdische Quellen füllen den Hintersteiner See mit gebirgsfrischem Trinkwasser. In den Sommermonaten erwärmt es sich auf durchschnittliche 21 bis 23 Grad. Am Ostufer gibt es ein kleines Strandbad mit Liegewiese und Biergarten. Feines serviert auch das „Seestüberl“.

Achensee: Das Meer der Tiroler

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In Sachen Sport- und Badevergnügen rangiert der Achensee nicht nur alphabetisch ganz vorne. Mit 6,8 Quadratkilometern Größe und bis zu 133 Metern Tiefe ist er der größte See Tirols, malerisch zwischen Karwendelgebirge und Brandenberger Alpen gelegen. Surfer, Kitesurfer und Segler nennen ihn auch das „Meer der Tiroler“. Sonnenanbeter tummeln sich in den Strandbädern in Achenkirch, Maurach und Pertisau. Familien zieht es an das flache Südufer in der Buchau: Hier können die Kinder gefahrlos im seichten Wasser planschen. Wie bei jedem Gebirgssee ist die Wassertemperatur im Achensee eher erfrischend. Im Sommer pendelt sie sich in Ufernähe meistens zwischen 20 und 22 Grad ein. Gerade richtig als Erfrischung.

Grundlsee: Tauchdorado im Ausseerland

Das Tote Gebirge spiegelt sich geruhsam im 62 Meter tiefen Grundlsee im steirischen Teil des Salzkammerguts, in der Nähe von Bad Aussee. Unter Wasser gibt es jede Menge Weitsicht für spannende Tauchgänge im mystischen Grün. Taucher weit über Österreichs Grenzen hinaus schwärmen von der ausgezeichneten Sichtweite unter Wasser und der reichen Unterwasserflora. Hechte, Flussbarsche, Seeforellen, Elritzen, Aiteln und Aalruten tummeln sich im klaren Wasser. Neben den sogenannten Canyons ist der „Rostige Anker“ mit fünf Ausbildungsplattformen der bekannteste Tauchspot. Südlich des gleichnamigen Gasthofs befindet sich ein Badeplatz, von dem aus man in den interessanten Mündungsbereich des Toplitz- und des Stimitzbaches tauchen kann.

Wolfgangsee: Segel setzen unterm Schafberg

Der Wolfgangsee ist der größte und tiefste See im Salzburger Land und ein Segelrevier mit langer Tradition. Seit Jahrzehnten treffen sich jeden Sommer Segel- und Wassersportbegeisterte und gehen ihren Leidenschaften nach – wie einst Peter Alexander mit Wasserski in der Komödie „Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“. Kein Wunder also, dass man in Sankt Gilgen mit dem UYC Wolfgangsee den ältesten Yachtclub Österreichs findet. Besonders bei Nordwestwind (Kaltfront) und Südwind (Föhn) warten ideale Bedingungen. Doch auch bei stabiler Schönwetterlage ist der sogenannte „Brunnwind“ sehr verlässlich. Und wenn er mal nicht weht, dann locken der Schafberg mit luftigen Höhen oder die nahe Stadt Salzburg mit kulturellen Highlights.

Almkanal in Salzburg: Die perfekte Welle

Dass man kein Meer braucht, um den Sommer zu genießen, beweisen die Wellenreiter auf den Bachwellen vor den Toren Salzburgs. Die Surfwelle im Stadtteil Gneis hat sich zum beliebten Treffpunkt für Flusssurfer gemausert. 150 Meter flussabwärts der Brücke der Weidenstraße rauscht sie am historischen Almkanal. Die künstlich angelegte Welle kann innerhalb kürzester Zeit individuell eingestellt werden. Somit können sowohl Anfänger als auch Profis an ihren Turns feilen. Zuschauen und ausprobieren – beides macht großen Spaß. Doch lieber an den See? Ob Atter-, Waller-, Mond- oder Fuschlsee – die Liste an Seen vor den Toren der Mozartstadt ist lang.

Von Sabine Metzger