Land Rover Discovery

Foto:  Land Rover

Angesichts der Modelloffensive des Unternehmens Jaguar Land Rover gehört der 1989 vorgestellte Land Rover Discovery sozusagen zu den Klassikern im Portfolio. Doch wirkt der...

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. Angesichts der Modelloffensive des Unternehmens Jaguar Land Rover gehört der 1989 vorgestellte Land Rover Discovery sozusagen zu den Klassikern im Portfolio. Doch wirkt der Charme des Bewährten?

Karosserie & Innenraum

Wenn man den Land Rover Discovery auf einem Großparkplatz abstellt und ihn wiederfinden will, ist das kein Problem. Mit 1,88 Metern Höhe ragt der Wagen über die meisten seiner Kollegen hinaus und ist leicht zu lokalisieren. Wann aber „verliert“ man schon sein Auto auf einem Großparkplatz? Im täglichen Leben ist der Discovery in allen Belangen eine Nummer zu groß: mit fast fünf Metern Länge beim Einparken und mit ausgeklappten Außenspiegeln 2,22 Metern Breite (nicht nur) in der Autobahnbaustelle. In optischer Hinsicht strahlt der Discovery eine snobistische Arroganz aus: „Ich weiß, dass ich nicht der Schönste bin, aber das ist mir egal.“ Immerhin: Im Discovery sitzt es sich vorne wie hinten äußerst bequem.

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Fahrleistung & Fahrverhalten

Der Testwagen war mit einem 2,0-Liter-Ingenium-Triebwerk ausgestattet. Die Jaguar-Land-Rover-Eigenentwicklung, die 240 PS Leistung liefert, wirkt der Papierform nach ein wenig schwachbrüstig, um den leer schon 2,2 Tonnen schweren Discovery artgerecht zu bewegen. In der Praxis aber erweist sich der Motor aber als seiner Aufgabe gewachsen. Mehr als das: In 8,7 Sekunden beschleunigt das Aggregat den Mehrtonner auf 100 km/h und weiter bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von 207 km/h. Nicht, dass Letzteres die Idealgeschwindigkeit für ein solches Auto wäre. Die ausgezeichneten Geländeeigenschaften (Watttiefe 900 Millimeter, Böschungswinkel vorne 26 Grad, hinten 24,8 Grad) seien hier zwar erwähnt, (fast) niemand aber wird mit einem 80 000 Euro teuren Premium-Fahrzeug die Straße verlassen.

Serienausstattung & Extras

Für seinen Startpreis von 71 000 Euro (HSE-Ausführung) ist der Discovery üppig ausgestattet, das heißt aber nicht, dass es nicht einige interessante Extras gäbe: etwa das On-/Offroad-Paket mit elektronisch geregelter Luftfederung (1836 Euro), die adaptive Geschwindigkeitsregelung (1000 Euro) oder das adaptive Sperrdifferenzial hinten (1250 Euro). Derart ausgestattet, kostete „unser“ Testwagen mehr als 83 000 Euro.

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Geldwert & Umwelt

Mit einem Testverbrauch von 7,7 Litern kann man bei einem solchen Fahrzeug zwar zufrieden sein, für die allermeisten Einsätze aber würde auch ein kleineres und damit verbrauchsärmeres SUV reichen.

Urteil & Fazit

Die Fans werden widersprechen, aber eigentlich ist der Land Rover Discovery ein Auto, das aus der Zeit gefallen ist und das nur wenige Menschen (beispielsweise die Teilnehmer an der Land Rover Experience Tour) wirklich brauchen.

Von getestet von Ken Chowanetz