Die zweite Haut

Foto: Skoda

Im Jahr des 125. Jubiläums hat die tschechische VW-Tochter Skoda ein attraktives Portfolio wie nie. Dazu gehört der Kamiq, der dritte und kleinste SUV, basierend auf der...

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. Im Jahr des 125. Jubiläums hat die tschechische VW-Tochter Skoda ein attraktives Portfolio wie nie. Dazu gehört der Kamiq, der dritte und kleinste SUV, basierend auf der Architektur von Seat Arosa und VW T-Cross. Trotzdem setzt die Marke mit dem geflügelten Pfeil immer wieder eigene Akzente. So auch hier?

Karosserie & Innenraum

Aus jedem Blickwinkel gefällt dieser Wagen. Zugleich wurde in Mlada Boleslav ein typischer Skoda daraus: attraktiv, modern, praktisch. Dass der Name übersetzt „zweite Haut“ bedeutet, zeigt sich rasch. Nicht dass es zwicken würde. Es passt alles nach dem bequemen, weil erhöhten Einstieg. Und zugleich gibt es überraschend viel Platz. Auch in Reihe zwei aufgrund des mit 2,65 m größeren Radstandes gegenüber den Schwestern ebenso wie im Laderaum. Denn 400 bis 1395 Liter überzeugen, die hinter der elektrisch öffnenden Heckklappe warten. Leider entsteht keine völlig ebene Ladefläche. Perfekte Sitze, ein übersichtliches Cockpit mit dem großen Touchscreen im Zentrum, passgenaue, hochwertige Materialien: ganz stark.

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Fahrleistung & Fahrverhalten

Wer bislang einen Benziner wollte, bekam drei Zylinder. Das von uns gefahrene Modell hat nur zwei – zumindest unter Teillast. Denn das Spitzenaggregat mit 150 PS, das sportlich-souveränes Vorankommen garantiert (8,4 Sekunden bis 100, Spitze 212 km/h), schaltet zwei Töpfe ab, wenn es gemächlich vorangeht. Davon merkt man freilich nichts. Kultiviert läuft der Direkteinspritzer stets. Und findet im Siebengang-DSG seine perfekte Ergänzung. Sowie in einem fein abgestimmten Fahrwerk, das Komfort mitbringt und Agilität. Exakt zu dirigieren ist der Wagen ohnehin.

Serienausstattung & Extras

In der Topversion Style ist vieles an Bord wie schlüsselloser Zugang, Klimaautomatik, 17-Zoll-Leichtmetallfelgen oder Bi-LED-Licht. Aber vieles eben nicht, was den Preis von 27 750 Euro massiv erhöht. Der empfehlenswerte adaptive Abstandsassistent etwa (nur für die Automatikversion) bremst wie der Vordermann bis zum Stillstand. Preis: 390 Euro. Mit Panorama-Glasdach, Rückfahrkamera, Parkassistent, Sportfahrwerk und vielem mehr stehen 38 140 Euro zu Buche. Wohlgemerkt für ein kleines SUV ohne Allradantrieb.

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Geldwert & Umwelt

Viel technischer Aufwand, eher bescheidener Ertrag: Dieses Fazit müssen wir auch hier mit Blick auf die Zylinderabschaltung ziehen. Denn die von uns erzielten 6,4 (Werk: 5,1) Liter Super im Mix wären sicher auch anders möglich gewesen. Die Euro 6d-temp Norm wird selbstredend erreicht.

Urteil & Fazit

Der Kamiq hinterlässt einen stimmigen Gesamteindruck. Produktqualität, Fahrspaß und Platzangebot ergänzen sich bestens. Disziplin beim Lesen der Optionsliste aber ist zwingend nötig.

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