Überraschende Trends beim Autokauf

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36 Prozent der Befragten für die Studie "Trends beim Autokauf" wollen in den nächsten 15 Monaten ihre Autoschlüssel gegen neue eintauschen. Foto: Wikimedia Commons/Falkoholiker

Zum siebten Mal seit 2003 ermittelt der Tankstellenbetreiber Aral „Trends beim Autokauf“ – und verspricht den Lesern der 32-seitigen Studie einige "Überraschungen". Zwar...

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. Beispiel gefällig? Bitte sehr. Bislang galt es als ausgemacht, dass sich der deutsche Otto Normalkäufer am liebsten für einen Kombi entscheidet. Vorbei. Inzwischen liegen Limousine und Kleinwagen mit jeweils 25 Prozent vorne in der Gunst der potenziellen Autokäufer. Der „Lastesel“ rutscht so vom vermeintlichen Abonnementplatz 1 auf Rang 3 ab – wenn auch der Abstand bei 24 Prozent Präferenz für diese Karosserieform zu den Konkurrenten denkbar gering ist. Setzen die 1049 für die Studie online Befragten ihre Kaufabsichten wie kundgetan um, bedeutet das allerdings, dass die Zeiten, in denen der Kombi bei manchen Modellen 80 und mehr Prozent aller verkauften Wagen ausmachte, der Vergangenheit angehören könnten.

Mehr Interesse an Stromern

Überraschung Nummer 2: Das Elektroauto scheint das Interesse der deutschen Autokäufer zu gewinnen. Konnten sich vor zwei Jahren nur 27 Prozent der Befragten vorstellen, einen Stromer zu erwerben, ist dieser Wert inzwischen auf 53 Prozent nach oben gesprungen. Dabei sind die Deutschen realistischer geworden, was den Kaufpreis eines E-Mobils angeht. Ihnen ist klar, dass es die neue Technik nicht zum Preis eines Benziners gibt. 28.120 Euro müssen im rechnerischen Mittel nach Ansicht der Befragten für einen Stromer investiert werden – vor zwei Jahren lag dieser Wert fast 8000 Euro niedriger. In einem anderen Punkt allerdings sind Wunsch und Wirklichkeit noch weit voneinander entfernt. Die Reichweitenerwartung von potenziellen Stromautokäufern liegt bei durchschnittlich 418 Kilometern. Die aktuellen Modelle bringen es üblicherweise nicht einmal auf den halben Wert. Allerdings hat Audi für die IAA in Frankfurt ein Konzeptfahrzeug angekündigt, das es als E-SUV auf mehr als 500 km Strecke bringen soll, bevor es wieder an die Steckdose muss.

VW mit Abstand die Lieblingsmarke

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Wenn es um die Lieblingsmarken der deutschen Autokäufer geht, sollten besonders VW-Händler schon einmal die Auftragsbücher öffnen. Bei 17 Prozent der Befragten steht der Wolfsburger Konzern in der Gunst ganz weit vorne. Es folgen Opel, Ford, BMW, Audi und die japanischen Importeure mit jeweils 8 Prozent und Mercedes mit 7 Prozent. Die französischen und italienischen Fabrikate stehen hingegen immer seltener auf der Wunschliste. Allerdings – und auch das findet Aral bemerkenswert – sind 15 Prozent der Autointeressenten noch unentschlossen, was die Marke angeht. Fazit der Studienautoren: Das Eroberungspotenzial für den Handel war noch nie so groß.

Bargeld lacht

Insgesamt kann sich die Branche wohl auf gute Zeiten einstimmen. 36 Prozent der Befragten wollen sich innerhalb der nächsten 18 Monate ein anderes Auto zulegen. Vor zwei Jahren, bei der vorherigen Studie, lag der Wert noch bei 26 Prozent. Und mehr als die Hälfte (53 Prozent) der potenziellen Kunden wollen ihre nächste Karosse bar bezahlen, anstatt sie zu finanzieren. Offensichtlich ist die verbreitete Ansicht, dass es sich nicht lohnt, das Geld bei Zinsen nahe der Null-Linie auf dem Sparkonto liegen zu lassen. Zur Beruhigung der Autohändler: Höhere Rabatte erwarten die Deutschen bei Barzahlung nicht, der Wert liegt stabil bei 14 Prozent.

Schwarze Limousine mit Ottomotor

Und wie sieht es nun aus, das Traumauto der Deutschen? Folgt man der Aral-Studie, ist das Wunschfahrzeug eine klassische Limousine der Marke Volkswagen mit Ottomotor. Bei der Farbe dominiert unverändert schwarz, bei den wichtigsten Ausstattungsdetails bleiben ABS, Klimaanlage, Airbag und elektrische Fensterheber ganz vorn.