Neues Kaffeegedeck von Opel: Ein Mokka mit Strom

Das „E“ im Nummernschild zeigt: Den Opel Mokka gibt es jetzt auch in einer elektrischen Version, Mokka-e genannt. Foto: Opel

Opel bietet nun auch sein Kompakt-SUV Mokka in einer Elektroversion an. Auf die klassischen Antriebsarten Benzin und Diesel verzichten die Rüsselsheimer aber deshalb nicht.

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. Als 1964 erstmals ein Blitz das Opel-Logo zierte, hätte wohl niemand ahnen können, als wie geradezu visionär sich diese Entscheidung knapp 50 Jahre später herausstellen würde. Der Rüsselsheimer Autohersteller geht mit Riesenschritten den Weg zum Volumenanbieter von E-Fahrzeugen. Das fast weltweit eingängig bekannte Symbol für elektrischen Strom wiederum ist – der Blitz. Selbiger soll gewissermaßen am Markt einschlagen, wenn Opel auf den Corsa-e nun den Mokka-e folgen lässt. Der Mokka ist nicht irgendein Modell aus der Palette der Rüsselsheimer, sondern einer der Hoffnungsträger, wenn es um eine erfolgreiche Zukunft geht. Denn das Fahrzeug, dessen Name Durst auf einen Kaffee macht, ist in einem der spannendsten Marktbereiche unterwegs: im boomenden SUV-B-Segment. War 2016 noch fast jedes zehnte neue Auto (9,6 Prozent) ein solches kompaktes SUV, könnte es den Prognosen zufolge in diesem Jahr europaweit fast jedes fünfte neuverkaufte Auto (18,1 Prozent) sein.

Was die Präsenz in diesem Markt angeht, setzt Opel bei den Antrieben nicht alles auf eine Karte. Wer nicht das neue Kaffeegedeck (Mokka mit Strom) kaufen möchte, kann auch weiterhin auf Benziner (74 kW/100 PS, ab 19 900 Euro; 96 kW/130 PS, ab 22 815 Euro) und – nicht mehr unbedingt üblich bei den kleineren SUV-Modellen – eine Diesel-Variante (81 kW/110 PS, ab 23 595 Euro) zurückgreifen.

Attraktive Ausstattung schon beim Einstiegsmodell

Bei der Präsentation des dreifachen Mokka – Benziner, Diesel und E-Variante – am Opel-Stammsitz in Rüsselsheim macht Michael Walter, Group Manager Produkt, eines deutlich: Die elektrifizierte Variante ist unter den ohnehin attraktiven Optionen („Selbst das Einstiegsmodell ist in Bezug auf die Ausstattung keine Mogelpackung“) die attraktivste. Unter voller Ausnutzung des Umweltbonus reduziert sich der Preis des Mokka-e um 9570 auf 24 540 Euro. Damit wiederum ist der Stromer mit seinen 100 kW/136 PS nicht einmal 1000 Euro teurer als der Selbstzünder. Und selbst diese Differenz reduziert sich weiter, weil es beim Elektroauto pro Jahr eine Steuerersparnis von 94 Euro gibt und auch die „Kraftstoffkosten“ pro Kilometer deutlich für den Mokka unter Strom sprechen. Opel selbst nennt hier ein Einsparpotenzial von 1000 Euro jährlich – allerdings gegenüber dem Benziner.

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Was die Fahrdynamik angeht, steckt der Mokka-e seinen Diesel-Kollegen ohnehin in die Tasche. Weil sich konstruktionsbedingt das volle Drehmoment (260 Nm) nicht erst, wie bei Benziner oder Diesel, aufbauen muss, sondern vom Start weg anliegt, wird der Mokka beim Beschleunigen fast zum Sportwagen – zumindest, wenn man ihn im Fahrmodus „Sport“ bewegt. Um nämlich das immer noch gegenwärtige Haupt-Vorurteil gegen Elektrofahrzeuge, deren geringe Reichweite, zu entkräften, spendiert Opel dem Mokka-e einen Fahrmodusschalter. Die maximale Leistung und das maximale Drehmoment gibt es nur in der Fahrstufe „Sport“, bei den Modi „Normal“ oder „Eco“ wird mehr oder weniger stark abgeregelt – was der Reichweite zugutekommt.

Die allerdings ist ohnehin nicht von schlechten Eltern. Nach WLTP-Messung fährt der Mokka-e mit voller Batterie 324 Kilometer weit. Da das nunmehr noch kompaktere SUV (Länge: 4,15 Meter, 12,5 Zentimeter kürzer als der Vorgänger bei gleich gebliebenem Radstand) mit bis zu 100 kW geladen werden kann, lässt sich in zwölf Minuten Strom für 100 Kilometer Reichweite in die Batterie bringen.