Im XC90 sicher wie in Abrahams Schoß

aus Im Auto Mobil

Thema folgen
In diesen Tagen präsentiert Volvo Journalisten aus aller Welt den neuen XC90 (Bild). Dessen Vorgänger kann - ebenso wie einige andere Automodelle - in den USA eine beeindruckende Unfallstatistik vorweisen. Foto: Keldenich

Mit der Präsentation des mit aktiven und passiven Sicherheitssystemen vollgepackten XC90 in diesen Tagen ist seiner Vision "Vision 2020", derzufolge spätestens von jenem Jahr...

Anzeige

. Welches sind die sichersten, welches die unsichersten Autos auf den US-amerikanischen Straßen? Diese Frage stellte - nicht zum ersten Mal - das Insurance Institute for Highway Safety (IIHS, ein Verkehrssicherheitsinstitut der US-Versicherer). Viele Ergebnisse der Untersuchung sind wie erwartet, andere eine echte Überraschung.

Auch Audi A4 in Spitzengruppe

Es dürfte beispielsweise niemanden verwundern, dass SUVs allein von ihrem Gewicht und ihrer Bauweise her den Insassen im Falle eines Unfalles eine höhere Überlebenschance bieten als etwa Kleinwagen. Und so sollte niemand wirklich staunen, dass Fahrzeuge wie der Mercedes GL, der Volvo XC90 oder der Lexus RX 350 (jeweils Modelljahre 2008 bis 2011) bei der Crash-Auswertung in der Top Ten der sichersten Fahrzeuge landen. Aufhorchen lässt aber die "Sterberate" in diesen Gefährten. Zwischen 2009 und 2012 kam in den genannten Modellen (aber auch im Audi A4, im Minivan Honda Odyssey oder dem Kia Sorento) kein einziger Mensch ums Leben.

Natürlich ist diese Statistik an sich schon beeindruckend und entspricht im Fall des XC90 schon der "Vision 2020" des Unternehmens, ein klein wenig hat aber auch die Mathematik mitgeholfen. Zur besseren Vergleichbarkeit von populären Fahrzeugen und solchen, die kaum auf der Straße unterwegs sind (und deshalb auch kaum in Unfälle verwickelt werden können), wurden die Todesfälle pro Modell auf jeweils eine Million Fahrzeuge umgerechnet.

Anzeige

Null bleibt Null

Wir wissen aber: Null bleibt Null, egal, womit man diese "Zahl" (ich weiß: Die Null ist eigentlich keine Zahl, deshalb habe ich sie ja auch in Anführungsstriche gesetzt) multipliziert. Und so kann man den Abstand zwischen der Flotte der sicheren Autos (also jenen ohne jeden Todesfall) und den unsichersten - unrühmlicher Spitzenreiter hier: der Kia Rio, bei dem 149 Insassen pro eine Million zugelassene Fahrzeuge starben, beliebig spreizen. Einfach als Vergleichsbasis nicht eine Million zugelassene Autos nehmen, sondern zwei, drei oder fünf Millionen. Bei zehn Millionen Karossen pro Modell wären es beim Kia Rio 1490 getötete Fahrzeuginsassen, während beim Volvo XC90 (und nicht nur bei dem) immer noch die Null stände.

Wer nun aber denkt, dass man in SUVs schon immer besonders sicher unterwegs war (eine Erkenntnis der Statistik), irrt. Noch vor zehn Jahren hatten die Sports Utility Vehicles mit die höchsten Todesraten, weil sie bei Unfällen zum gefährlichen Umkippen tendierten.

Kein Beleg für "Vision 2020"

Volvos "Vision 2020" teilen die amerikanischen Experten trotz des Traumergebnisses für die Schwedenkarosse übrigens nicht. Nach Ansicht der IIHS werden nach Jahrzehnte ins Land gehen, bevor die Realisierung des Straßenverkehrs ohne Tote vielleicht möglich sei.

Anzeige

Eine Vorstellung des Volvo XC90 lesen Sie in unserem Ratgeber Motor.