Im Osten viel Neues: Weltpremiere des Touareg - aktualisiert

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Blick in den Innenraum des neuen Touareg. Foto: Volkswagen

Volkswagen geht mit dem Touareg buchstäblich neue Wege: Die neue Generation des großen VW-SUV feierte seine Weltpremiere nicht in Wolfsburg oder wenigstens in Europa, sondern...

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. Von Axel Keldenich

„Go West“ heißt es üblicherweise für Autos, die im Osten Europas gebaut werden, wenn es um ihre ersten großen Auftritte geht. Der neue VW Touareg hielt es nicht mit den Pet Shop Boys. Er machte sich zu seiner Premiere von seinem Produktionsstandort Bratislava in der Slowakei auf gen Osten, und zwar nicht nur ein paar Meilen weit, sondern volle 16.000 Kilometer bis nach Peking. Und das ist wörtlich zu verstehen, denn ein Vertreter des neuen Volkswagen-Flaggschiffs bewältigte die Marathonstrecke tatsächlich auf der Straße, wo ihn beim Mega-Premieren-Event über 2.000 Gäste und Journalisten aus aller Welt bestaunten.

Der größte SUV-Markt der Welt

Aber warum senden die Wolfsburger einen der Ihren zum Welt-Debüt nicht nach Detroit, Frankfurt, Paris oder Genf, sondern in die Hauptstadt Chinas? Ganz einfach: Weil dort der größte SUV-Markt der Welt existiert. Und nicht nur das, auch für VW selbst ist China der größte Absatzmarkt. Allein 2017 verkaufte der Weltmarktführer dort 3,2 Millionen Fahrzeuge, womit er einen Marktanteil von über 13 Prozent erreichte. Um diese Führungsposition noch auszubauen, wird VW bis 2020 zwölf weitere SUVs auf den chinesischen Markt bringen.

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Flaggschiff der Marke

Der riesige Journalistentross, den VW aus aller Welt nach Peking gekarrt hatte, kämpfte sich dort nach einem Workshop zum heimischen Markt im morbiden Umfeld des Bezirks 798 A durch den chaotischen Verkehr in den Bezirk 828 zur eigentlichen Premiere im hochmodernen VW-Trainings- und Marketingcenter. „Im neuen Touareg haben die VW-Ingenieure alles umgesetzt, was sie wissen und können“, bringt Jürgen Stackmann, Vorstand Marketing und Vertrieb, die Position des Neuen als Marken-Flaggschiff auf den Punkt.

Artisten turnen unter dem Saaldach

Ehe er das präzisieren konnte, fuhren mit pompöser Show und lauter Untermalung vier teils noch namenlose zukünftige SUV für China auf die Bühne, turnten Artisten unter dem Saaldach und das heimische Publikum umjubelte den Auftritt zweier offenbar populärer Gesangsstars. Erst dann fuhr der Hauptdarsteller aufs Parkett und wurde in knapper Form vorgestellt.

Premiere auch für das "Innovision Cockpit"

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Tatsächlich punktet das Kingsize-SUV mit einem vollen Paket an Assistenzsystemen auf letztem Stand wie „Nightvision“ und „Kreuzungsassistent“. Besonders stolz ist VW auf das neue volldigitalisierte „Innovision Cockpit“. In ihm verschmelzen das Top-Infotainmentsystem „Discover Premium“ mit einem 15-Zoll-Display und die digitalen Instrumente des „Digital Cockpit“ mit 12-Zoll-Display zu einer einzigen digitalen Bedien-, Informations-, Kommunikations- und Entertainment-Einheit, bei der herkömmliche Schalter und Tasten fast komplett wegfallen. Mit dem System stimmt der Fahrer auch die Assistenz-, Fahrdynamik- und Komfortsysteme auf seinen individuellen Geschmack ab und personalisiert so „seinen" Touareg. Dabei trifft er auf das größte Spektrum solcher Systeme, das jemals in ein VW-Modell integriert wurde.

Länger, breiter, leichter

Länger und breiter ist der Touareg geworden, dabei jedoch knapp 120 Kilogramm leichter. Zum Marktstart Mitte 2018 wird es nur einen Antrieb geben, einen 3,0-Liter-Diesel-V6 mit 210 kW/286 PS und einem maximalen Drehmoment von 600 Nm. Das Fahrwerk kann der Kunde durch eine Luftfederung aufwerten oder eine 48-Volt-Wankstabilisierung sowie eine Allradlenkung.

Auch hierzulande legt VW bei den SUV noch einmal zu. Sein aktuelles Spektrum aus dem neuen T-Roc, den Tiguan und Tiguan Allspace sowie dem neuen Touareg ergänzen demnächst der kleine T-Cross und ein für 2020 avisiertes erstes vollelektrisches SUV.

Lesen Sie auch unseren Blogeintrag zur Fahrt mit dem getarnten Touareg durch Nordspanien ("Streng geheim - eine Fahrt mit dem neuen Touareg")

(Axel Keldenich, der Autor dieses Blogeintrags, arbeitet als freier Journalist für Tageszeitungen und Magazine.