Ein zweiter Nutzen für den Weihnachtsbaum

Weihnachtsbäume als Tierfutter

Die Feiertage sind vorbei, der Weihnachtsbaum hat seine beste Stunden hinter sich. Trotzdem: Bitte werfen Sie ihn nicht einfach so weg. Denn der Baum kann mehr als nur ein...

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Berlin (dpa/tmn) - . Raus mit der Deko, weg mit dem Baum? Das große Aufräumen beginnt nach dem Weihnachtsfest. Doch bitte werfen Sie Ihren Weihnachtsbaum nicht weg - er kann noch weiter verwertet werden.

Und damit tun Sie auch noch etwas Gutes: Zum nachhaltigen Wirtschaften gehört es, alle möglichen Produkte so lange wie möglich zu verwenden. Und das ist selbst bei einem gefällten Baum möglich, der übrigens laut Bundesverband der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger in Deutschland mit einer Höhe von zwei Metern rund 12 bis 14 Jahre lang herangewachsen ist.

Ihr Weihnachtsbaum kann

Aber tun Sie das nicht im Wald. Es ist in der Regel nicht erlaubt, Pflanzenreste dort einfach abzulegen, sprich zu entsorgen. Dafür kann es ein Bußgeld geben.

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Daher sollte man zu feuchte Reste aus der Küche oder den nassen Grasschnitt nicht einfach so auf den Haufen geben, sondern klein geschnittene oder gehäckselte Zweige und Äste mit dazugeben. Dazu rät das Bundesinformationszentrum Landwirtschaft.

Das nadelige Grün schmeckt auch vielen Haustieren. „Als Futter für Pferde würde ich es nicht empfehlen. Schafe, Ziegen und Alpakas haben einen robusteren Magen und können die Zweige besser vertragen“, sagt Saskia Blümel vom Verband natürlicher Weihnachtsbaum. Die Zweige müssen aber sorgfältig von allen Dekorationen befreit werden.

„Die Sorge vor einer chemischen Belastung des Baumes ist hingegen unbegründet. Die Menge der Pflanzenschutzmittel liegt unter der für Lebensmittel zulässigen Höchstgrenze“, so Blümel. Auch Corinna Hölzel, Pestizid-Expertin beim Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) bestätigt: „Tests vom BUND haben ergeben, dass zwar rund 50 Prozent aller Weihnachtsbäume Rückstände von Herbiziden und Pestiziden aufweisen, allerdings in sehr geringer Konzentration. Als Tierfutter sind sie unbedenklich.“

Übrigens: Man kann stärkere Zweige auch für die eigenen Haustiere nutzen - etwa als Sitzstangen für Vögel.

Vorgeschrieben ist ein Feuchtegehalt von maximal 25 Prozent zum Zeitpunkt des Verbrennens, das entspricht einem Wassergehalt von rund 20 Prozent. Daher muss das künftige Feuerholz erst eine Zeit lang trocknen. Ob der nötige Feuchtegehalt erreicht ist, lässt sich mit einem Messgerät aus dem Baumarkt bestimmen.

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Auch viele Städte nutzen die eingesammelten Bäume zur Strom- oder Fernwärmeerzeugung. Und mancher Verein freut sich, wenn sie für ihre Osterfeuer Material bekommen.

Übrigens: Die reguläre Müllabfuhr nimmt die alten Bäume in der Regel nicht mit. Stattdessen gibt es meist bestimmte Termine für die Abholung. Diese stehen in der Regel im Abfallkalender, in den Lokalzeitungen oder in Online-Bekanntmachungen der Kommunen. Wer die Termine verpasst, sollte den alten Weihnachtsbaum zum Recyclinghof oder die Annahmestellen für Grünschnitt bringen.

Weihnachtsbäume als Frostschutz
Die abgeschnittenen Zweige des Weihnachtsbaums lassen sich als Frostschutz für Balkonpflanzen nutzen. (© Florian Schuh/dpa-tmn)
Zweiter Nutzen für den Weihnachtsbaum
Oh du schöner Weihnachtsbaum - aber bald nicht mehr. Auch wenn er jetzt nach und nach vertrocknet, er kann noch eine zweite Karriere starten. (© Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn)