Tausende Menschen aus Priogruppen 1 und 2 ohne Impftermin

aus Coronavirus-Pandemie

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Um die Corona-Pandemie zu bekämpfen, müssen sich möglichst viele Menschen gegen das Virus impfen lassen. Montage: VRM, Sanchen - stock.adobewriterfantast.stock.adobe

In Rheinland-Pfalz wächst der Impffrust: Mehr als 6800 Menschen warten auf die Impfung gegen Corona - doch bereits am 7. Juni soll die Priorisierung aufgehoben werden.

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MAINZ. In Rheinland-Pfalz warten noch rund 450 Menschen aus der Priogruppe 1 und etwa 6400 aus der Priogruppe 2 auf ihren ersten Impf-Termin. Fast alle von ihnen sollen aber bis zum 7. Juni in einem der 32 Impfzentren einen Termin erhalten haben, wie Ministeriumssprecher Markus Kuhlen der Deutschen Presse-Agentur in Mainz sagte. Bei der Anmeldung der Priogruppe 3 habe sich erst herausgestellt, dass viele dieser Menschen eigentlich zur Priogruppe 2 gehörten. Um zügiger voran zu kommen, fehle immer noch genügend Impfstoff.

Rheinland-Pfalz werde sich bei der Vergabe der Termine auch künftig an den Bundesimpfverordnung sowie den Empfehlungen der Stiko (Ständigen Impfkommission) orientieren. Dies gelte auch für die angekündigte Aufhebung der Priorisierung zum 7. Juni. Bis zu diesem Tag verlaufen die Impfungen und die Terminvergabe für die Impfzentren nach der Priorisierung, wie Kuhlen versicherte. Und: undefinedIm Rahmen der Priorisierung bereits vereinbarte Impftermine der Anspruchsberechtigten für Erst- und Zweitimpfungen bleiben von der kommenden Änderung unberührt.undefined

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Weiter Sorge vor Impfstoffknappheit

Die Länder könnten nach dem Beschluss der Gesundheitsminister auch nach dem 7. Juni die Priorisierung aufrechterhalten. undefinedOb, in welchem Umfang und für welche Gruppen Rheinland-Pfalz davon Gebrauch machen wird, wird in den kommenden Tagen beraten, sobald die genauen Pläne und Liefermengen des Bundes bekannt sind.undefined Einige Bundesländer haben die Priorisierung bereits aufgehoben.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe mehrfach betont, dass im Juni mit deutlich höheren Liefermengen zu rechnen sei. undefinedTrotzdem besteht die Sorge, dass zunächst gerade im Zusammenhang mit den Impfungen durch Betriebsärzte weiterhin eine Impfstoffknappheit gegeben istundefined, sagte Kuhlen. Mit der Ankündigung der Aufhebung der Priorisierung werde eine Erwartungshaltung geweckt, die mit den angekündigten Liefermengen nicht so schnell zu erfüllen sei. undefinedDeshalb muss die Bundesregierung zugleich auch für mehr verfügbaren Impfstoff sorgen.undefined

Sondertermine für Kinder und Jugendliche

Für den Start der Impfungen von Kindern und Jugendlichen setzt die Landesregierung auf zwei Säulen: Haus-, Kinder- und Jugendärzte, die die Jungen und Mädchen schon lange kennen sowie Sondertermine in den 32 Impfzentren des Landes für bis zu 240.000 junge Menschen. Mit einer Entscheidung der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) über einen Impfstoff für Kinder ab zwölf Jahren werde in den nächsten Tagen und Wochen gerechnet. Dann bleibe aber die Empfehlung der Stiko noch abzuwarten. Sollte diese die Impfstoffe nicht empfehlen, könne nur nach besonderer ärztlicher Aufklärung und auf Verantwortung der Eltern geimpft werden und damit voraussichtlich nur in den Arztpraxen. Auch dabei gelte: undefinedDer Bund muss dann auch für mehr Impfstofflieferungen sorgen.undefined Denn: undefinedBislang ist die Gruppe der ab 12-Jährigen im Mengengerüst nicht eingeplant.undefined

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Von dpa